Der Atlas ist damit nicht nur ein bedeutendes Forschungsinstrument, sondern dient auch der Bildungs- und Erinnerungsarbeit mit interaktiven Elementen und mit der Funktion einer digitalen Ausstellung. Am Projekt #LastSeen sind insgesamt sechs internationale Forschungseinrichtungen beteiligt. Es ist am Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg an der Freien Universität Berlin angesiedelt und wird von der FU-Historikerin Dr. Alina Bothe geleitet.
Die Jury betonte in ihrer Begründung des WissKom-Awards 2025 für das Projekt #LastSeen: „Das Vermittlungskonzept ist beispielgebend: Von der Ebene der wissenschaftlichen Experten über Nachkommen der Opfer bis hin zu Jugendlichen und der breiten Öffentlichkeit werden Zielgruppen so angesprochen, dass sie selbst zu Forschenden werden. Hier wird nicht darüber gesprochen, was historische Quellen uns zu sagen haben, sondern die Quellen selbst werden zum Sprechen gebracht.“
#LastSeen-Projektleiterin Dr. Alina Bothe erklärte: „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. #LastSeen ist der gelungene Versuch, historische Grundlagenforschung mit direktem Wissenstransfer zu verbinden. Dies ist wichtig in einer demokratischen Gesellschaft. Wissenschaftliche Ergebnisse sollen und müssen für den gesellschaftlichen Diskurs zugänglich gemacht werden.“
Lena Altman, Co-CEO der Alfred Landecker Foundation betonte: „#LastSeen schafft neue Zugänge zur Geschichte der NS-Deportationen und rückt die Menschen ins Zentrum, deren Schicksale allzu oft im Hintergrund bleiben. Der Perspektivwechsel weg von den bekannten Täterdarstellungen ermöglicht neue Erkenntnisse und eröffnet ein umfassenderes Verständnis der historischen Ereignisse. Diese Leistung wird zu Recht ausgezeichnet, und wir sind stolz darauf, ein Projekt zu fördern, das Forschung und Erinnerung so wirkungsvoll zusammenführt.“
Die FU-Kampagne „Woche ohne E“ erhielt von den Juroren des WissKom-Awards zudem eine lobende Anerkennung für „die Qualität, Originalität und das Engagement“. Auf Initiative des Teams der Stabsstelle Kommunikation und Marketing verzichtete die Freie Universität Berlin im Juni 2025 eine Woche lang in der offiziellen Kommunikation auf den Buchstaben „E“ – als symbolisches Zeichen für „Einsparungen“ und fehlende „Euros“. Damit sollte sichtbar gemacht werden, was verloren geht, wenn Substanz gestrichen wird. Auf das „E“ wurde während des Aktionszeitraums unter anderem auf der Website, in Social Media, Newslettern, E-Mail-Signaturen und im Corporate Design verzichtet. Begleitend wurden die Aktion von Plakaten, Stickern („G g n Bildungslück n“), Lesezeichen, Fotos und Infografiken. Die Kampagne erzielte sehr hohe mediale Reichweite in Print und Online, starke Beteiligung auf Social Media und bundesweite Aufmerksamkeit.
wissenschaftliche Ansprechpartner: Dr. Alina Bothe, Projektleiterin #LastSeen, c/o Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, Freie Universität Berlin, Habelschwerdter Allee 34A, E-Mail: Freie Universität Berlin, Stabsstelle Kommunikation und Marketing, E-Mail:
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