(openPR) Mit einer Vielzahl an Aktionen, Initiativen und Events feiert die Deutsche Physikalische Gesellschaft das Quantenjahr 2025 und damit 100 Jahre Quantenphysik. Dazu gehört auch die Initiative „100 Quantenorte“. Der Physiker Professor Claus Lämmerzahl, DPG-Vorstandsmitglied für Öffentlichkeitsarbeit, war eigens von Bremen aus angereist, um die Universität Ulm und den DLR-Standort Ulm als ersten Quantenort mit jeweils einer Plakette öffentlich auszuzeichnen. „Wenn wir Menschen uns wie Quantensysteme verhalten könnten, hätten wir die Plakette auch gleichzeitig an beiden Einrichtungen übergeben können!“, merkte der Physiker an. Die Uni Ulm und der DLR-Standort Ulm hatten sich gemeinsam beworben. Die Übergabe wurde dann, auch weil es so schön war, an den beiden Orten hintereinander gefeiert.
„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung“, sagte Universitätspräsident Professor Michael Weber nach der feierlichen Anbringung der Plakette an einer Säule im großen Foyer am Südeingang der Universität. Dass Ulm als erster Quantenort in Deutschland ausgezeichnet wurde, sei eine große Ehre. Zumal das sicherlich nicht nur zeitlich gemeint sei, und Ulm in der Tat zu den Topstandorten auf diesem Gebiet gehöre. Weber dankte Professor Wolfgang Schleich vom Institut für Quantenphysik, der mit seiner jahrzehntelangen Forschung auf diesem Gebiet ein solides Fundament für den Quantenort Ulm geschaffen habe. „Ihm ist es auch zu verdanken, dass das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt mit seiner Quantenforschung nach Ulm gekommen ist“, so Weber.
„Über die Jahre hat sich in Ulm ein starkes Quantenökosystem herausgebildet“, hob Professor Joachim Ankerhold hervor, Vizepräsident für Forschung an der Uni Ulm. Dieses zeichne sich aus durch eine enge Zusammenarbeit von wissenschaftlichen und außeruniversitären Einrichtungen, von Unternehmen und Startups im Verbund mit der Stadtgesellschaft. „Unser Quantenökosystem hat großes Potential, es weckt die Begeisterung für Physik und ist hoffentlich auch für junge Menschen attraktiv“, so Ankerhold, der auch akademischer Sprecher der vom Land geförderten Quantentechnologieinitiative „Quantum-BW“ ist.
Für den DLR-Standort Ulm sprach Professor Kai Bongs. Der Direktor des DLR-Instituts für Quantentechnologien (DLR-QT) wies bei der Übergabe auf die Vielzahl gemeinsamer Forschungsinitiativen hin. „Die hervorragende und enge Zusammenarbeit des DLR und der Universität Ulm ist ein zentrales Element des Ulmer Quantentechnologie-Ökosystems. Es nimmt eine Vorreiterrolle in der grundlagen- und praxisorientierten Quantenforschung ein, stärkt den Wissensaustausch und den Transfer in die Wirtschaft. So bringen wir gemeinsam neuartige Quantentechnologien in die Anwendung“, erklärt Bongs.
Beide Einrichtungen forschen zur quantenbasierten Navigation, Sensorik, Kommunikation und dem Computing. Dabei geht es konkret um hochpräzise Messtechnik für die Raumfahrt, höchstauflösende medizinische Bildgebung, abhörsichere Datenübertragung, Quantennetzwerke sowie um die Entwicklung und Nutzung von Hochleistungsrechnern und Quantencomputern.
Forschende der Uni Ulm gehören zu den weltweit führenden Köpfen auf dem Gebiet der Quantenphysik. Sie arbeiten disziplin- und standortübergreifend daran, Quantensysteme zu verstehen, zu kontrollieren und sich deren physikalischen Eigenheiten für neuartige Anwendungen zu eigen zu machen. Ob am Zentrum für Integrierte Quantenwissenschaften und -Technologien (IQST) – das von der Uni Ulm, der Uni Stuttgart und dem Max-Planck-Institut für Festkörperforschung gegründet wurde – oder dem Zentrum für Quanten-Biowissenschaften (ZQB): geforscht wird in Ulm auf höchstem Niveau.
wissenschaftliche Ansprechpartner: Prof. Dr. Joachim Ankerhold, Vizepräsident für Forschung und Leiter des Instituts für Komplexe Quantensysteme an der Universität Ulm, E-Mail:
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