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Startseite » Wuppertal » Mehr als Lerchen und Eulen

Mehr als Lerchen und Eulen

18. Juli 2025
in Wuppertal
Reading Time: 3Minuten Lesezeit
Mehr als Lerchen und Eulen
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(openPR) Göttinger Forschungsteam analysiert Zeitmuster im Gesang von Waldvögeln mit Hilfe von KI

Die Forschenden sammelten Daten an 256 Standorten in niedersächsischen Wäldern. Mit automatischen Aufnahmegeräten zeichneten sie von März bis Mai rund um die Uhr alle 10 Minuten 30 Sekunden lang Vogelstimmen auf. Anschließend identifizierte eine KI die Vogelarten anhand ihrer Rufe und Gesänge. Die Forschenden überprüften die Vorschläge der KI, damit nur verlässliche Artnachweise in der Auswertung berücksichtigt wurden.

Die zeitlich hochauflösende Auswertung von insgesamt 6,4 Millionen erfassten Lautäußerungen ergab, dass die Waldvogelarten individuelle Aktivitätsmuster haben. „Unsere Daten zeigen, dass es weit mehr Aktivitätstypen als ‚Lerchen‘ und ‚Eulen’ unter den Waldvogelarten gibt“, erläutert David Singer, Erstautor der Studie und Doktorand in der Abteilung Waldnaturschutz der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie. Neben einer großen Gruppe tagaktiver Arten waren einige Arten wie die Amsel oder Waldschnepfe dämmerungsaktiv und somit zweimal am Tag zu hören. Die Amsel war zudem in den Abendstunden deutlich häufiger zu hören als in den Morgenstunden, was bislang bei Vogelzählungen kaum berücksichtigt wurde. Auch innerhalb der Gruppe der tagaktiven Arten gab es Untergruppen. Während viele Meisenarten oder der Schwarzspecht ihren Aktivitätshöhepunkt im zeitigen Frühjahr hatten und ab Ende April deutlich weniger zu hören waren, begannen Arten wie die Heckenbraunelle oder der Zaunkönig erst im April aktiv zu werden. Nachtaktive Arten bildeten ebenso eine eigene Gruppe wie Zugvögel, die erst im Mai in Mitteleuropa eintreffen.

Die Forschenden verglichen in einem weiteren Schritt ihre Ergebnisse mit den bisherigen methodischen Empfehlungen zur Brutvogelerfassung. Sie konnten nachweisen, dass die empfohlenen Erfassungszeiträume bei vielen Arten häufig nicht mit den Phasen der stärksten Gesangsaktivität übereinstimmen. So wurde für den Buntspecht bislang angenommen, dass er den gesamten Vormittag über gut nachweisbar ist. Laut der aktuellen Akustikdaten ist die Art jedoch ab etwa zwei Stunden nach Sonnenaufgang mit einer deutlich geringeren Wahrscheinlichkeit als kurz nach Sonnenaufgang zu hören. Für andere typische Waldvogelarten wie die Blaumeise oder den Zilpzalp zeigte sich hingegen, dass die Gesangsaktivität auch über den empfohlenen Erfassungszeitraum in den Morgenstunden hinaus hoch war, sodass diese Arten auch zu späteren Tageszeiten noch zuverlässig gezählt werden können.

„Durch die Kombination von klassischen Vogelzählungen und den neuen akustischen Methoden können wir Vogelerfassungen deutlich verbessern“, sagt der Göttinger Waldökologe Prof. Dr. Andreas Schuldt, der die Arbeit mitbetreut hat. „Vor allem Arten mit kurzen Aktivitätshöhepunkten profitieren von der neuen Methode“. So lassen sich die nur in einem recht kurzen Zeitfenster hörbaren Grau- und Kleinspechte mit der neuen Methode besonders gut erfassen, während Ornithologinnen und Ornithologen nur mit Glück die Beobachtung dieser Arten gelingt.

In Zusammenarbeit mit dem Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) konnten die Ergebnisse der Studie bereits in die jüngste Neuauflage des Buches „Methodenstandards zur Erfassung der Brutvögel Deutschlands“ einfließen, sodass Vogelzählungen zukünftig besser geplant werden können. Eine vergleichbare Auswertung für Vogelarten in der Agrarlandschaft wird im Rahmen laufender Forschungsprojekte möglich.

wissenschaftliche Ansprechpartner: David Singer Georg-August-Universität Göttingen Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie – Abteilung Waldnaturschutz Büsgenweg 3, 37077 Göttingen E-Mail:

Prof. Dr. Andreas Schuldt Georg-August-Universität Göttingen Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie – Abteilung Waldnaturschutz E-Mail:

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