RuhrCampusOnline.de - Das studentische Magazin von Rhein und Ruhr
Keine Suchergebnisse
Alle Suchergebnisse einsehen
Gartenfreunde
  • Bochum
  • Bonn
  • Dortmund
  • Duisburg
  • Düsseldorf
  • Essen
  • Gelsenkirchen
  • Köln
  • Krefeld
  • Wuppertal
  • Bochum
  • Bonn
  • Dortmund
  • Duisburg
  • Düsseldorf
  • Essen
  • Gelsenkirchen
  • Köln
  • Krefeld
  • Wuppertal
Keine Suchergebnisse
Alle Suchergebnisse einsehen
Justnow Press
Keine Suchergebnisse
Alle Suchergebnisse einsehen

Startseite » Wuppertal » Forschende der Universität Freiburg erhalten ERC Synergy Grants

Forschende der Universität Freiburg erhalten ERC Synergy Grants

5. November 2024
in Wuppertal
Reading Time: 3Minuten Lesezeit
Forschende der Universität Freiburg erhalten ERC Synergy Grants
Share on FacebookShare on Twitter

(openPR) Gleich mit zwei Forschungsvorhaben waren Wissenschaftler*innen der Universität Freiburg beim Synergy Grants des Europäischen Forschungsrates (ERC) erfolgreich. Mit Synergy Grants fördert das ERC internationale und interdisziplinäre Teams, die die Kriterien wissenschaftlicher Exzellenz erfüllen und vielversprechende Ergebnisse erwarten lassen.

Über die Laufzeit von sechs Jahren wird einerseits das Projekte „STARMORPH – Unravelling Spatio-temporal Auxin Intracellular Redistribution for Morphogenesis“ des Freiburger Biologen Prof. Dr. Jürgen Kleine-Vehn mit insgesamt 10 Millionen Euro und einem Anteil von etwa 2,5 Millionen Euro für die Universität Freiburg gefördert sowie andererseits das Projekt „BLOCKADE – The Hidden Weapon. Blockade in the Era of the World Wars“ der Juniorprofessorin für Transatlantische und Nordamerikanische Geschichte Dr. Elisabeth Piller mit insgesamt 9,9 Millionen Euro und einem Anteil von etwa 2,3 Millionen Euro für die Universität Freiburg. Kleine-Vehn ist Mitglied und Sprecher des Exzellenzcluster Centre for Integrative Biological Signalling Studies (CIBSS), wo er die Auxin-Signalgebung und deren Einfluss auf das Pflanzenwachstum von der subzellulären bis zur Organebene erforscht. Piller untersucht, wie sich das Abschneiden von Ressourcen auf die Zeit der Weltkriege ausgewirkt hat.

Auxin reguliert die Entstehung der Form (Morphogenese) der Pflanzenorgane. Pflanzen wachsen in die Höhe, sie bilden Wurzeln und Blätter sowie Blüten und Früchte aus. Das Pflanzenhormon Auxin kann je nach Konzentration und Signalstärke Wachstum auslösen oder hemmen. Die vielfältigen und komplexen Prozesse, mit denen Auxin in Verbindung gebracht wird, stehen scheinbar im Widerspruch zu seiner einfachen Molekülstruktur. Anders als klassische Hormone hat Auxin drei Rezeptoren in unterschiedlichen Räumen der Zelle: im Kern, im Cytosol und im Extrazellraum.

„Das Pflanzenhormon Auxin reguliert extrem viele Prozesse in Pflanzen, von der embryonalen Entwicklung bis hin zur Ausbildung von Blüten und Früchten. Dabei ist es ein einfaches Molekül. Wenn wir verstehen, wie Auxin diese komplexen Prozesse kodiert, halten wir den Schlüssel zur Pflanzenentwicklung in der Hand. Wir könnten damit die Tür zu Innovationen in der Landwirtschaft öffnen“, sagt Kleine-Vehn.

Um die Pflanzenmorphogenese ganzheitlich zu verstehen, forschen unter dem Vorsitz von Stéphanie Robert von der Schwedische Universität für Agrarwissenschaften Wissenschaftler*innen aus den Bereichen der molekularen Zellbiologie, der synthetischen Biologie, der organischen Chemie sowie der Genetik und Biophysik gemeinsam. Dabei wollen sie ein Auxin-Signaturkonzept erforschen, das den Auxinspiegel in jedem Kompartiment berücksichtigt und ein Gesamtsignal mit quantitativen und qualitativen Zellantworten bestimmt.

Gelingt es STARMORPH die Formgebung von Pflanzenorganen und die Rolle von Auxin dabei zu verstehen, können die Erkenntnisse aufgrund der zentralen Funktion von Auxin vielfältige Anwendungen finden. Denn, so Kleine-Vehn: „Pflanzen integrieren Umgebungsinformationen in ihre Architektur. Auxin steuert auch Wachstum in Abhängigkeit von Umweltbedingungen. In der Landwirtschaft ist eine solche Antwort auf die Umgebung nicht unbedingt erwünscht, da auf dem Feld eine Pflanze wie die andere aussehen und bei einer stressvollen Umgebung noch einen guten Ertrag liefern soll.“

Seit Kriege geführt werden, versuchen Gegner einander von Ressourcen abzuschneiden. Doch was eine Ressource ist – Lebensmittel, Dünger, Kapital – und wie diese blockiert wird, hat sich über die Zeit verändert. 1914 etwa durchtrennten die Briten erst einmal die Telegrafie- und Unterseekabel des Deutschen Reiches und zerstörten so Kommunikations- und Informationswege. „BLOCKADE – The Hidden Weapon. Blockade in the Era of the World Wars“ wird untersuchen, wie diese versteckte Waffe in der Zeit der beiden Weltkriege eingesetzt wurde und was sie ausgelöst hat. Das Team von Forschenden an der Universität Freiburg, der Universität Hamburg, der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens sowie der Universität Amsterdam (Niederlande) werden das Zeitalter der Weltkrieg durch den Fokus auf die Blockade neu vermessen.

„Blockaden wurden bislang nicht als Komponente von Gewalt verstanden. Sie sind jedoch eine langsam wirkende Form von Gewalt, die Menschen hungern lässt, aber auch soziale und kulturelle Auswirkungen zeigt“, sagt Piller. Blockaden waren lange vor allem ein Thema einer engeren Militärgeschichte. „BLOCKADE – The Hidden Weapon. Blockade in the Era of the two World Wars“ nimmt hingegen Staaten, Unternehmen und Organisationen sowie Haushalte und Individuen in den Blick. Dank unterschiedlicher Perspektiven und methodischer Zugriffe wird das Forschungsteam Daten und Quellen mit Methoden der Sozial-, Kultur-, Diplomatie- und Wirtschaftsgeschichte auswerten.

Blockaden haben in den Weltkriegen die Resilienz und die Vulnerabilität von Gesellschaften aufgezeigt, aber auch zur Gründung von Wohltätigkeitsorganisationen geführt. „Gibt es eine Blockade-Generation, die wesentlich durch die Erfahrung des Mangels und der Abschnürung geprägt ist? In Deutschland hat die Erfahrung der Blockade nach dem Ersten Weltkrieg zur Autarkiepolitik geführt. Sie hat eine Radikalisierung und Totalisierung des Krieges bewirkt. Osteuropa wurde für die Versorgung Deutschlands ausgebeutet. Gleichzeitig mussten die beiden großen Blockademächte des Zweiten Weltkrieges, Großbritannien und die USA, den Welthandel in der Zeit des Krieges neu organisieren, hierbei entstanden neue Ideen von Governance, die die Nachkriegszeit bestimmen sollten“, sagt Piller.

Kontakt: Hochschul- und Wissenschaftskommunikation Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Tel.: 0761/203-4302 E-Mail:

Vorherige News

Millionenförderung für interstellare astrochemische Forschung

Nächste News

Bach, Mozart oder Jazz

Ähnliche Beiträge

Forschende erzeugen chirales antiferromagnetisches Netzwerk
Wuppertal

Forschende erzeugen chirales antiferromagnetisches Netzwerk

2. Dezember 2025
Neuer Zugang verbindet Quantenphysik und Gravitation
Wuppertal

Neuer Zugang verbindet Quantenphysik und Gravitation

2. Dezember 2025
Einzellige Jäger schützen Kläranlagen vor Funktionsstörungen
Wuppertal

Einzellige Jäger schützen Kläranlagen vor Funktionsstörungen

1. Dezember 2025
Neue Einblicke in die Grundprinzipien der Augenentwicklung
Wuppertal

Neue Einblicke in die Grundprinzipien der Augenentwicklung

1. Dezember 2025

Beliebte News

  • Opfer von Jakub Jahl in Afrika

    Opfer von Jakub Jahl in Afrika

    0 shares
    Share 0 Tweet 0
  • Rotary Club Bochum-Hellweg engagiert sich fürs Deutschlandstipendium

    0 shares
    Share 0 Tweet 0
  • Rotary Club Bochum-Hellweg verleiht RUB-Universitätspreis für herausragende Abschlussarbeit an Nele Borgert

    0 shares
    Share 0 Tweet 0
  • Desk-Sharing Plattform aus Bonn erobert Deutschlands Coworking-Markt

    0 shares
    Share 0 Tweet 0
  • RFH Köln informiert über Bachelor Wirtschaftsinformatik

    0 shares
    Share 0 Tweet 0
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Kontakt
© 2020 RuhrCampusOnline.de
Keine Suchergebnisse
Alle Suchergebnisse einsehen
  • Bochum
  • Bonn
  • Dortmund
  • Duisburg
  • Düsseldorf
  • Essen
  • Gelsenkirchen
  • Köln
  • Krefeld
  • Wuppertal

Cookie-Zustimmung verwalten
Wir verwenden Cookies, um unsere Website und unseren Service zu optimieren.
Funktional Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt. Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.
  • Optionen verwalten
  • Dienste verwalten
  • Verwalten von {vendor_count}-Lieferanten
  • Lese mehr über diese Zwecke
Einstellungen anzeigen
  • {title}
  • {title}
  • {title}