(openPR) Berlin, 15.09.2025 – Die Stiftung Werner-von-Siemens-Ring zeichnet fünf herausragende junge Forschende mit dem Titel Werner-von-Siemens-Fellow 2025 aus. Die Auszeichnung würdigt Persönlichkeiten, deren wissenschaftliche Leistungen nicht nur fachlich exzellent sind, sondern einen außergewöhnlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Fortschritt leisten.
„Die Werner-von-Siemens-Fellows repräsentieren eine Generation herausragender Talente, die mit hoher Exzellenz, unermüdlicher Neugier und visionärer Kraft an den großen Fragen der Wissenschaft arbeiten“, sagt Cornelia Denz, Stiftungsratsvorsitzende der Stiftung Werner-von-Siemens-Ring. „Unsere Fellows blicken mit dem, was sie tun, weit nach vorne und gestalten so die Welt von morgen aktiv mit.“
Datenschutz in KI-Modellen: Dr. Franziska Boenisch entwickelte ein neues Paradigma für Differential Privacy, ein mathematisches Konzept zum Schutz der Privatsphäre bei der Veröffentlichung statistischer Informationen aus Datensätzen. Es versteht Datenschutz nicht als starres Maß, sondern als individuelles, auf die Nutzer:innen abgestimmtes Konzept. Ihre Arbeiten ermöglichen es erstmals, die individuellen Datenschutzpräferenzen von Patient:innen in das Training großer Sprachmodelle (LLMs) einzubeziehen. Das ist ein bedeutender Fortschritt, insbesondere für den Einsatz von KI im Gesundheitswesen. Boenisch ist Tenure-Track-Faculty am CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit in Saarbrücken.
Mobile Quantensensorik: Dr. Elena Jordan ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), Institut für Experimentelle Quantenmetrologie (QUEST) in Braunschweig. Sie leistet Pionierarbeit bei der Entwicklung skalierbarer Ionenfallen mit integrierter Nanophotonik – einer Schlüsseltechnologie für Quantensensorik und Quantencomputer. Ihr innovatives Fallendesign wurde bereits patentiert und erfüllt höchste Anforderungen in der fundamentalen Physik und der Frequenzmetrologie. Damit schafft sie die Voraussetzungen für portable Quantensensoren und den Einsatz von Quantentechnologieanwendungen außerhalb spezialisierter Labore.
Modellierung von Ermüdungsrissen: Dr.-Ing. Martha Kalina ist Postdoktorandin an der Technischen Universität Dresden, Fakultät Maschinenwesen. Ihre Forschung verbindet Maschinenbau, Werkstoffmechanik und numerische Mathematik. Mit ihrem Phasenfeldmodell zur Simulation von Rissinitiierung und -fortschritt entwickelt sie neue Ansätze zur Lebensdauerprognose moderner Werkstoffe. Die Methode erlaubt erstmals eine skalierbare und mikroskopisch präzise Analyse von Ermüdungsschäden – ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung nachhaltiger, langlebiger Materialien.
Hochpräzise Zeitmessung: Dr. Johannes Tiedau ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der PTB Braunschweig im Fachbereich „Zeit und Frequenz“. Ihm gelang es gemeinsam mit Kolleg:innen der TU Wien und der PTB, mithilfe eines Lasers den Kernzustand im Isotop Thorium-229 zu verändern – ein Meilenstein auf dem Weg zur ersten optischen Kernuhr. Diese neuartige Uhrengeneration hat das Potenzial, die Genauigkeit heutiger optischer Atomuhren nochmals deutlich zu übertreffen. Seine Forschung eröffnet neue Wege für fundamentale Tests der Physik und hochpräzise Zeitmessung.
Effiziente eingebettete KI: Dr. Taha Soliman forscht bei Bosch Research in Renningen. Er entwickelt innovative Hardware-Architekturen und Optimierungsmethoden für Künstliche Intelligenz und eingebettete Systeme.Durch die kombinierte Weiterentwicklung von Hard- und Software reduziert er Latenz und Energieverbrauch, wodurch KI-Anwendungen alltagstauglich werden. Seine Forschung ermöglicht den ressourcenschonenden Betrieb komplexer neuronaler Netze und fördert somit die Umweltverträglichkeit und Energieeffizienz.
Die Auszeichnung von Werner-von-Siemens-Fellows durch die Stiftung Werner-von-Siemens-Ring richtet sich an herausragende Forscher:innen aus den Natur- und Technikwissenschaften in frühen Karrierephasen und ist mit einem Preisgeld von jeweils 10.000 Euro dotiert. Die Werner-von-Siemens-Fellows werden von Mitgliedern des Stiftungsrats, darunter Träger:innen des Werner-von-Siemens-Rings, vorgeschlagen und durch die Stiftung ernannt. Neben der finanziellen Anerkennung erhalten die Ausgezeichneten Zugang zu einem exklusiven Netzwerk aus Spitzenforschung und Industrie. Ziel ist es, vielversprechende Talente frühzeitig sichtbar zu machen, sie langfristig zu begleiten und Inspiration für ihre weitere Karriere und andere Talente zu liefern. Die Auszeichnung von Werner-von-Siemens-Fellows findet alle zwei Jahre im Dezember statt.
Stiftung Werner-von-Siemens-Ring Katharina Fischer Telefon: +49 (0) 30 310078 155 E-Mail:
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