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Startseite » Wuppertal » Der unterschätzte Weg zur Selbständigkeit

Der unterschätzte Weg zur Selbständigkeit

1. Oktober 2025
in Wuppertal
Reading Time: 4Minuten Lesezeit
Der unterschätzte Weg zur Selbständigkeit
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(openPR) Zur Person Prof. Dr. Birgit Felden ist Professorin für Mittelstand und Unternehmensnachfolge an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin). Sie leitet den Bachelorstudiengang Unternehmensgründung und -nachfolge, ist Direktorin des EMF-Instituts für Entrepreneurship, Mittelstand und Familienunternehmen der HWR Berlin, Multi-Aufsichtsrätin und BrainCity Berlin-Botschafterin.

Übernahmegründung, klingt ein bisschen sperrig und irgendwie auch paradox. Sind Gründen und Unternehmensübernahme nicht zwei verschiedene Dinge? Auf den ersten Blick ja – Neugründung und Nachfolge wirken wie zwei getrennte Welten. Und so sehen es leider auch viele Gründungsinteressierte. Aber wer ein Unternehmen übernimmt, gründet ebenfalls: Er oder sie tritt in die unternehmerische Rolle ein, übernimmt Verantwortung, trägt Risiko und gestaltet Zukunft. Der Unterschied ist nur, dass die Startbasis nicht null ist, sondern schon eine Substanz, Strukturen und Kunden vorhanden sind. Genau darin liegt das große Potenzial.

Wenn man doch mit einer eigenen Idee durchstarten könnte, weshalb lohnt es sich stattdessen darüber nachzudenken, einen bestehenden Betrieb zu übernehmen? Nur sehr wenige Gründer und Gründerinnen in Berlin und auch generell in Deutschland starten tatsächlich mit der „wahnsinnig hippen“ Disruptionsidee, die alle Märkte umkrempelt. Die meisten setzen auf Weiterentwicklung. In eine Übernahme kann man die eigene Idee sofort einbringen – und das auf einem Fundament, das bereits trägt. Anstatt Jahre mit Aufbauarbeit zu verbringen, kann man sofort innovieren und verändern.

Bis 2026 müssen nach aktuellen Schätzungen der Nachfolgezentrale Berlin und der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft 4.800 Unternehmen eine Nachfolge regeln. Was bedeutet das für die Region? Das ist eine riesige Anzahl und wenn es nicht gelingt, diese Unternehmen in neue Hände zu geben, verlieren wir Arbeitsplätze, Wissen, Kundenbindungen und oft auch wertvolle Netzwerke. Und es ändert die Wirtschaftsstruktur in der Region: Denn für Berlin bedeutet das nicht nur ökonomischen Schaden, sondern auch den Verlust von Vielfalt und Innovationskraft im Mittelstand. Aber man darf nicht nur die negativen Seiten sehen, denn schließlich eröffnet diese Situation eine riesige Chance für Gründer und Gründerinnen, die nicht bei null anfangen wollen. Und die sollten wir nutzen.

Weshalb fristet die Übernahmegründung noch ein Schattendasein? Was müsste passieren, damit sie mehr ins Rampenlicht rückt? Nachfolge klingt nach „Problem“ – nach Abgabe, Ende, Unsicherheit. In der Gründungsförderung stehen dagegen Startups mit kreativen Ideen im Rampenlicht. Da ist alles bunt und sexy. Damit Übernahmegründung sichtbarer wird, brauchen wir ein anderes Narrativ: Nachfolge muss als sanfter Einstieg ins Unternehmertum verstanden werden, als große Chance zur Gestaltung und Weiterentwicklung. Dazu brauchen wir gezielte Kommunikation und spannende Erfolgsgeschichten, die das illustrieren.

Welche Vorteile hat man, wenn man nicht bei null startet? Man übernimmt ein laufendes Geschäft mit Kunden, Umsatz, eingespielten Prozessen und einem Team. Das reduziert die Anfangsrisiken erheblich und schafft sofort Handlungsspielräume für Innovation. Anders gesagt: Während eine Neugründung Monate oder Jahre braucht, bis eine solide Grundlage besteht, auf der man aufbauen kann und die allermeisten Neugründungen in den ersten Jahren scheitern, kann man als Übernahmegründer am ersten Tag schon loslegen.

Und worauf muss man sich gefasst machen, wenn man eben nicht mit einem Startup im eigentlichen Wortsinne durchstartet? Man übernimmt nicht nur Chancen, sondern auch Verpflichtungen und findet Strukturen, die vielleicht nicht optimal sind: Nicht alle Mitarbeitende freuen sich über Innovation, es gibt langfristige Verträge, die ich nicht brauche und eingefahrene Strukturen, die Wandel behindern. Das kann herausfordernd sein. Es erfordert Fingerspitzengefühl und die Bereitschaft, Bestehendes zu respektieren, aber auch gezielt zu modernisieren. Wer diesen Balanceakt beherrscht, kann sehr erfolgreich sein.

Was unterscheidet Übernahmegründer und -gründerinnen von klassischen Startupgründern und -gründerinnen? Startup-Gründer und -Gründerinnen beginnen oft mit einem leeren Blatt Papier und viel Gestaltungsspielraum, aber auch hoher Unsicherheit. Übernahmegründer und -gründerinnen starten mit mehr Verantwortung für Bestehendes – und gleichzeitig mit deutlich mehr Substanz. Sie sollten pragmatisch und stärker auf Weiterentwicklung fokussiert sein, müssen früh unternehmerische Führungskompetenz zeigen und Toleranz mitbringen, um Bewährtes zu bewahren und alles andere behutsam zu ändern.

Am 16. Oktober 2025 sitzen an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin prominente Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft auf dem Podium. Was versprechen Sie sich von diesem Austausch? Wir wollen die Übernahmegründung sichtbar machen: Nachfolge als Gestaltungsaufgabe und Aufbruch, nicht als Abschied. Mit Partnern wie dem Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI), dem Wirtschaftsrat des 1. FC Union und der Nachfolgezentrale Berlin schaffen wir eine Plattform, die Forschung, Praxis und Politik verbindet. Ich erwarte konkrete Impulse aus der Diskussion, wie wir gemeinsam die Sichtbarkeit und Attraktivität der Übernahmegründung steigern können.

Das EMF-Institut arbeitet an einer neuen Studie zur Übernahmegründung. Was genau wollen Sie herausfinden und weshalb ist das wichtig? Wir untersuchen erstmals systematisch, wie Gründende in Berlin das Thema Nachfolge wahrnehmen. Dazu führen wir qualitative Interviews und eine quantitative Umfrage durch. Uns interessiert: Wer kennt die Option, wie wird sie bewertet, wo liegen Barrieren? Diese Erkenntnisse sind entscheidend, um gezielte Fördermaßnahmen und Kampagnen zu entwickeln.

Wenn Sie jemanden in einem Satz für dieses Konzept begeistern müssten, wie würde dieser Satz lauten? Warum jahrelang bei null anfangen, wenn man ein funktionierendes Unternehmen übernehmen und sofort mit den eigenen Ideen durchstarten kann?

Das Interview führte Sylke Schumann, Pressesprecherin der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin).

Die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin) ist eine fachlich breit aufgestellte, international ausgerichtete Hochschule für angewandte Wissenschaften, einer der bundesweit größten staatlichen Anbieter für das duale Studium und im akademischen Weiterbildungsbereich. Sie sichert den Fachkräftebedarf in der Hauptstadtregion und darüber hinaus. Rund 12 500 Studierende sind in über 60 Studiengängen der Wirtschafts-, Verwaltungs-, Rechts-, Ingenieur- und Polizei- und Sicherheitswissenschaften sowie in internationalen Master- und MBA-Studiengängen eingeschrieben. Die HWR Berlin ist die viertgrößte Hochschule für den öffentlichen Dienst in Deutschland und mehrfach prämierte Gründungshochschule. Über 700 Kooperationen mit Partnern in der Wirtschaft und im öffentlichen Dienst garantieren den ausgeprägten Praxisbezug in Lehre und Forschung. 195 aktive Partnerschaften mit Universitäten auf allen Kontinenten fördern einen regen Studierendenaustausch und die internationale Forschungszusammenarbeit. Die HWR Berlin ist Mitglied im Hochschulverbund „UAS7 – Alliance for Excellence“ und unterstützt die Initiative der Hochschulrektorenkonferenz „Weltoffene Hochschulen – Gegen Fremdenfeindlichkeit“.

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