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Startseite » Krefeld » Wie Probealarme unsere Sicherheit retten

Wie Probealarme unsere Sicherheit retten

10. September 2025
in Krefeld
Reading Time: 3Minuten Lesezeit
Wie Probealarme unsere Sicherheit retten
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Marcel Kuhlmey ist seit 2009 Professor für Risiko- und Krisenmanagement an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin). Zuvor war er 25 Jahre bei der Polizei Berlin, zuletzt als Pressesprecher im Stab des Polizeipräsidenten. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen im Krisenmanagement, der Durchführung von Krisenübungen und der Erstellung von Sicherheitskonzepten, insbesondere für Großveranstaltungen.

Prof. Kuhlmey, ist der bundesweite Warntag am 11. September ein Techniktest oder ein Verhaltenstest? Was wird da eigentlich geprobt?

In erster Linie ist der Warntag tatsächlich ein Techniktest. Es wird erprobt, ob und wie viele Menschen in der Bevölkerung mit den unterschiedlichsten Warnmitteln wie Sirenen oder Apps erreicht werden. Von Interesse ist natürlich auch, wie die Menschen reagieren und handeln. Diese Feststellung ist aber eher sekundär.

Weshalb ertönen deutschlandweit Sirenen, ploppen Warnmeldungen auf dem Handy auf und werden Warnhinweise über Rundfunkkanäle ausgespielt – mitten an diesem ganz normalen Donnerstagmorgen?

Es soll mit den Warnsignalen der Ernstfall geprobt werden. Wir wollen erfahren, ob Menschen auf diesem Weg zu erreichen und zu einem bestimmten Handeln bewegt werden können. Dies gilt nicht nur für den Zivilschutz im Spannungs- und Verteidigungsfall, sondern auch für Katastrophenfälle wie wir es im Ahrtal im Jahr 2021 erlebt haben. Der bundesweite Warntag wird immer am zweiten Donnerstag im September durchgeführt. 2025 fällt er zufällig auf den 11. September. Damit Widersoll gewährleistet werden, dass möglichst viele Menschen im Alltag erreicht werden und die Probealarme regelmäßig getestet werden können.

Was verrät ein Probealarm wirklich über die Widerstandskraft der Bevölkerung im Ernstfall?

Die Widerstandskraft gegen Katastrophen oder ähnliche Situationen kann mit derartigen Probealarmen nicht getestet werden. Sie bemisst sich eher am Vorbereitungsgrad und an der Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung. Ziel des Probealarms ist daher in erster Linie die Erprobung der Kommunikation. Das Herbeiführen bestimmter Handlungen durch eine zielgerichtete Kommunikation steht im Vordergrund.

Ist Katastrophenschutz eher eine Frage der Technik oder von Vertrauen in die Menschen, die im Notfall richtig handeln müssen?

Beides trifft zu. Wir benötigen die Technik, um Risiken verlässlich einzuschätzen und die Bevölkerung vor Gefahren zu warnen. Dennoch müssen wir die Menschen dazu befähigen, sich selbst zu schützen. Der Staat und die Hilfsorganisationen sind in Katastrophenfällen nicht in der Lage, an jedem Ort und zu jeder Zeit allen Menschen zu helfen. Daher kommt dem Selbstschutz eine besondere Bedeutung zu. Die Bevölkerung muss sich über einen längeren Zeitraum von mehreren Tagen selbst versorgen und helfen können. Auch untereinander. Staatliche Hilfe ist weiterhin verfügbar, aber in solchen Situationen nicht immer sofort.

Der Warntag zeigt, dass der Staat die zunehmenden Bedrohungsszenarien erkennt, ernst- und wahrnimmt sowie Handlungsoptionen aufzeigt, um die Menschen bestmöglich vor Schäden zu bewahren.

Ein Großalarm kann vor keiner Gefahr direkt schützen. Er soll vielmehr zu richtigem Verhalten in konkrete Gefahrenlagen anleiten.

Stören sie nur und können weg oder brauchen wir Probealarme als Teil der Sicherheitskultur?

Nach der Friedensdividende mit dem Ende des Kalten Krieges und der Wiedervereinigung bedarf es einer Verhaltensumstellung. Die Sicherheitslage hat sich mit dem völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine stark verändert. Die Bevölkerung soll nicht verunsichert werden, aber wir leben in Europa nicht mehr im Frieden. Für den unwahrscheinlichen Fall eines Konflikts müssen sich Staat und Bevölkerung vorbereiten. Daher müssen wir umdenken und eine andere Sicherheitskultur entwickeln.

Das Interview führte Sylke Schumann, Pressesprecherin der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin).

Die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin) ist eine fachlich breit aufgestellte, international ausgerichtete Hochschule für angewandte Wissenschaften, einer der bundesweit größten staatlichen Anbieter für das duale Studium und im akademischen Weiterbildungsbereich. Sie sichert den Fachkräftebedarf in der Hauptstadtregion und darüber hinaus. Rund 12 500 Studierende sind in über 60 Studiengängen der Wirtschafts-, Verwaltungs-, Rechts-, Ingenieur- und Polizei- und Sicherheitswissenschaften sowie in internationalen Master- und MBA-Studiengängen eingeschrieben. Die HWR Berlin ist die viertgrößte Hochschule für den öffentlichen Dienst in Deutschland und mehrfach prämierte Gründungshochschule. Über 700 Kooperationen mit Partnern in der Wirtschaft und im öffentlichen Dienst garantieren den ausgeprägten Praxisbezug in Lehre und Forschung. 195 aktive Partnerschaften mit Universitäten auf allen Kontinenten fördern einen regen Studierendenaustausch und die internationale Forschungszusammenarbeit. Die HWR Berlin ist Mitglied im Hochschulverbund „UAS7 – Alliance for Excellence“ und unterstützt die Initiative der Hochschulrektorenkonferenz „Weltoffene Hochschulen – Gegen Fremdenfeindlichkeit“.

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