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Startseite » Krefeld » Vielfalt bis zu dreimal höher geschätzt

Vielfalt bis zu dreimal höher geschätzt

12. November 2025
in Krefeld
Reading Time: 3Minuten Lesezeit
Vielfalt bis zu dreimal höher geschätzt
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(openPR) Alles begann 1758, als Carl von Linné die ersten 17 Ameisenarten wissenschaftlich beschrieb. Seitdem hat sich die Zahl der bekannten Arten rasant vermehrt: Heute sind weltweit etwa 14.260 lebende und rund 810 fossile Arten dieser eusozialen Tiere wissenschaftlich beschrieben. „Unter allen Insekten stehen die Ameisen wohl unangefochten an der Spitze, was ihre Häufigkeit, weltweite Verbreitung und ökologische Bedeutung angeht“, erklärt die Co-Erstautorin der neuen Studie Dr. Jill T. Oberski vom Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt und fährt fort: „Ameisen entstanden vermutlich im späten Jura oder frühen Kreidezeitalter und dominieren heute fast alle Lebensräume – von subpolaren Wäldern bis zu tropischen Wüsten. Dort erfüllen die Sechsbeiner zentrale ökologische Funktionen: Sie interagieren mit Pflanzen, Pilzen, Blattläusen, zahllosen Bodenorganismen und sogar Wirbeltieren; sie regulieren andere Gliedertierpopulationen, verbreiten Pflanzensamen und prägen die Struktur ganzer Ökosysteme.“

Oberski hat gemeinsam mit Dr. Brendon E. Boudinot (Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt), Dr. Gabriela P. Camacho (Museu de Zoologia, Universidade de São Paulo, Brasilien) und Dr. Zachary H. Griebenow (Colorado State University, USA) sowie weiteren Forschenden aus Argentinien, Australien, Brasilien, Kanada, Kolumbien, Tschechien, Deutschland, Japan, Ungarn, Indien, Italien, Mexiko, Philippinen, Polen, Singapur, Südafrika, Spanien, Sri Lanka und den USA den aktuellen Stand zur heutigen Ameisenvielfalt zusammengefasst. Zusätzlich zeichnet das internationale Team die Geschichte der Klassifikation der Gliedertiere nach und beleuchtet das enorme Wachstum des Forschungsfeldes im neuen Jahrtausend. „Die moderne Ameisen-Systematik hat sich durch technologische Fortschritte grundlegend verändert. DNA-Sequenzierung, modellbasierte Hypothesentests und präzise Bildgebungstechniken haben es ermöglicht, die Verwandtschaftsverhältnisse innerhalb der Familie Formicidae viel genauer zu erfassen als je zuvor“, so Boudinot und weiter: „Trotzdem schätzen wir, dass die tatsächliche Zahl der Ameisenarten weltweit zwei- bis dreimal höher liegt als die aktuell etwa 14.000 wissenschaftlich beschriebenen.“

Wie die Studie hervorhebt, richten viele wissenschaftliche Untersuchungen ihren Fokus auf Europa und Nordamerika – Regionen, in denen lediglich ein kleiner Teil der globalen Insektenvielfalt vorkommt. „In Europa ist die Ameisenfauna recht gut dokumentiert“, so Oberski. „Einige mediterrane Gebiete gehören aber trotz intensiver Forschung zu den Regionen mit den meisten noch unentdeckten Arten.“ In Asien seien viele Gebiete weiterhin schlecht erforscht: Himalaya, Nordostindien, Burma, Teile Thailands, Vietnams sowie zahlreiche philippinische und indonesische Inseln gelten als Hotspots seltener Arten. Auch in Afrika ist noch Vieles unentdeckt: Trotz intensiverer Forschung in den letzten Jahrzehnten sind große Teile des Kontinents kaum untersucht. Über 60 Prozent der afrikanischen Ameisenarten sind unbeschrieben, besonders im Kongobecken, dem Eastern Arc und Albertine Rift, in Zentralafrika sowie im Norden von Mosambik und Sambia, vermeldet das Forschungsteam. „Wir sehen, dass die Zahlen der erfassten Ameisenarte mit dem Forschungseinsatz steigen: Aus Sambia sind beispielsweise bisher 142 Arten bekannt, aus dem kleineren, aber besser erforschten Simbabwe 475 Arten“, fügt Boudinot hinzu. Um den wissenschaftlichen Austausch zu erleichtern, schlägt das Forschungsteam nun ein informelles Benennungssystem für die höheren Ameisengruppen vor – basierend auf bereits etablierten Bezeichnungen und neuen Namen, die gemeinschaftlich ausgewählt wurden. „Damit die Ameisenforschung auch langfristig floriert, wird es aber auch entscheidend sein, neue Fachleute für die Systematik zu gewinnen – etwa durch praxisnahe Feldkurse und Forschungsprojekte für Studierende. Nur so lässt sich das enorme Potenzial dieses faszinierenden Forschungsfelds auch in Zukunft ausschöpfen“, schließt Oberski.

wissenschaftliche Ansprechpartner: Dr. Jill T. Oberski Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt

Dr. Brendon Boudinot Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt Tel. 069 7542 1523

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