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Startseite » Krefeld » Neues Modell zur Polarlichter-Vorhersage

Neues Modell zur Polarlichter-Vorhersage

13. November 2025
in Krefeld
Reading Time: 3Minuten Lesezeit
Neues Modell zur Polarlichter-Vorhersage
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Auroras, auch bekannt als Nord- oder Polarlichter, gehören zu den atemberaubendsten Naturschauspielen. Immer wieder sind sie in den vergangenen Monaten auch in unseren Breiten, weit ab von den Polarregionen zu sehen. Ursache hierfür sind starke Sonnenstürme, die im elfjährigen Zyklus der Sonnenaktivität zurzeit häufiger auftreten. Die leuchtenden Schleier aus grünem, rotem und violettem Licht entstehen am Himmel, wenn energiereiche Teilchen, die von der Sonne ins Weltall geschleudert werden, in einem komplexen Wechselspiel mit dem Erdmagnetfeld in die Erdatmosphäre eintreten und dort Sauerstoff- oder Stickstoff-Moleküle zum Aussenden von Licht anregen. Die Polarlichter treten vor allem in ovalen Regionen auf, die sich um die geomagnetischen Pole herum befinden und als Polarlichtovale bezeichnet werden. Die Position und Größe der Polarlichtovale werden von der geomagnetischen Aktivität beeinflusst, der Variation des schützenden Erdmagnetfeldes.

„Das Beobachten von Polarlichtern ist nicht nur ein magisches Erlebnis. Es zeigt auch die starke Verbindung zwischen der Sonne und unserem Planeten, die über Wärme und Licht hinausgeht: Polarlichter sind ein hervorragender Indikator für die Überwachung und Vorhersage von „Weltraumwettereffekten“, also für das Wirken von Teilchenströmen und elektromagnetischen Feldern im erdnahen Weltraum. Sie können Satelliten stören, Navigations- und Kommunikationssysteme beeinträchtigen und sogar Stromnetze auf der Erde beeinflussen“, erläutert Dedong Wang, Arbeitsgruppenleiter in der GFZ-Sektion „Weltraumphysik und Weltraumwetter“ und korrespondierender Autor der Studie.

Zur Vorhersage der Aurora-Aktivität haben Forschende des GFZ Helmholtz-Zentrums für Geoforschung um Huiting Feng, Dedong Wang und Yuri Shprits ein Echtzeit-Modell entwickelt. Es wendet Methoden des maschinellen Lernens an und kombiniert zwei wichtige Messgrößen: Zum einen den Kp-Index, ein Standardmaß für die globale geomagnetische Aktivität, das ursprünglich vom GFZ vorgeschlagen wurde und nun auch vom GFZ vorhergesagt wird. Zum anderen Satellitenbeobachtungen des DMSP SSUSI (Special Sensor Ultraviolet Spectrographic Imager), der ultraviolette Bilder der Aurora aus dem Weltraum aufnimmt. Dieser Ansatz ermöglicht genauere Vorhersagen über die Lage und Intensität des Polarlichtovals.

Eine Echtzeitversion der Polarlichter-Vorhersage ist bereits auf der Weltraumwetter-Website des GFZ verfügbar. Die Ergebnisse dieser Arbeit wurden im Journal of Geophysical Research: Machine Learning and Computation veröffentlicht.

Erstautorin der Studie ist Dr. Huiting Feng. Die Forschung wurde während ihres einjährigen Aufenthalts am GFZ im Jahr 2023 als Gastdoktorandin unter der Betreuung von Prof. Yuri Shprits und Dr. Dedong Wang durchgeführt. Seit dem 1. Juni 2025 forscht sie wieder am GFZ mit Shprits und Wang in Sektion 1.5 „Weltraumphysik und Weltraumwetter“. Kürzlich wurde ihr dafür ein Alexander-von-Humboldt-Forschungsstipendium für Postdoktorand:innen verliehen, das von Prof. Yuri Shprits betreut wird. Shprits ist Leiter der Sektion und zugleich Professor an der Universität Potsdam.

Korrespondierender Autor der Studie ist Dr. Dedong Wang, der im Rahmen eines ERC Consolidator Grant-Projekts WIRE des Europäischen Forschungsrats (ERC) Wellen in der inneren Magnetosphäre und ihre Auswirkungen auf Elektronen im Strahlungsgürtel um die Erde erforscht.

„Alexander von Humboldt war derjenige, der in einer frühen Arbeit den Begriff „geomagnetische Stürme” geprägt hat. Während seiner Studien über die systematische Messung geomagnetischer Kräfte beobachtete er 1806 kurz vor Weihnachten in Berlin eine Aurora – und deren Einfluss auf eine Magnetnadel“, sagt Dedong Wang.

Die vollständigste aller bisherigen Beobachtungen über den Einfluß des Nordlichts auf die Magnetnadel; angestellt von Herrn Alexander von Humboldt zu Berlin am 20sten Dec. 1806. In: Annalen der Physik 29 (1808), S. 425–429, Zitat S. 427.

wissenschaftliche Ansprechpartner: Dr. Dedong Wang Arbeitsgruppenleiter in Sektion 1.5 Weltraumphysik und Weltraumwetter GFZ Helmholtz Zentrum für Geowissenschaften Tel: +49 331 6264 1998 E-Mail:

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