(openPR) Wuppertal/Hamburg, 11. August 2025: Die nordrhein-westfälischen Unternehmen stehen heute vor besonderen Herausforderungen. Sie müssen ihre Geschäftsmodelle an globale Krisen, unsichere Lieferketten und zunehmend neue Märkte anpassen – und gleichzeitig ihre Produktionsprozesse dekarbonisieren. Die Vielschichtigkeit und Dynamik der Anforderungen macht resilientere und nachhaltigere Geschäftsprozesse wichtiger denn je. Doch ohne die erforderliche politische Orientierung und konkrete Unterstützung bleibt die notwendige Transformation vielerorts aus. Die Frage drängt sich auf, wie eine für Unternehmen unterstützende flexible, innovative und partizipative Strukturpolitik aussehen kann, die wirtschaftliche Stabilität mit ökologischer und sozialer Verantwortung verbindet?
Dabei ist die grundsätzliche Bereitschaft der Akteur*innen zum Wandel groß und NRW ist durch ein dynamisches Innovationsgeschehen geprägt: Hierdurch stellt sich ein chancenreiches Umfeld für eine transformative Strukturpolitik dar. Durch die richtigen Impulse kann die Wirtschaft ihre Vorreiterposition im Bereich der Klimaschutz- und Umweltwirtschaft ausbauen und die Wirtschaftsregionen in NRW können sich resilient aufstellen. „Nur wenn möglichst viele Akteur*innen aus Unternehmen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft einbezogen werden, lässt sich der notwendige Wandel bewältigen und aktiv gestalten – für diese Gemeinschaftsinitiative braucht es die notwendige politische Unterstützung gerade im regionalen Kontext“, betont Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Präsident und wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Instituts.
Transformationswerkzeuge: Methoden zur praktischen Umsetzung der Transformation Mit dem Abschlussbericht zum Projekt TSP.NRW legen das Wuppertal Institut, die Neue Effizienz und die HafenCity Universität Hamburg eine praxisorientierte Vision für eine zukunftsweisende Strukturpolitik in den Wirtschaftsregionen NRWs vor. Gemeinsam mit Akteur*innen aus Praxis und Wissenschaft haben sie konkrete Empfehlungen entwickelt, die eine nachhaltige Transformation in den neun Wirtschaftsregionen sowie im Rheinischen Revier als übergreifende Strukturwandelregion ermöglichen. Kern des Berichts ist eine flexible Umsetzungsstrategie inklusive eines „Werkzeugkastens” für transformative Strukturpolitik – die als Blaupause dient, um diese in regionale Entwicklungsstrategien zu integrieren. Eine Methode aus dem „Werkzeugkasten“ ist beispielsweise die Zukunftswerkstatt, die Menschen zusammenbringt und im kreativen Prozess gemeinsame Zukunftsvisionen entwickelt und konkrete Pfade für die Transformation entwirft.
Die Ergebnisse des TSP.NRW-Projekts bieten Ansatzpunkte für politische Akteur*innen auf regionaler und Landes-Ebene, die Transformation und Strukturpolitik konsequent zusammenzudenken. Außerdem stattet der „Werkzeugkasten” regionale Verwaltungen und Praxispartner*innen mit Methoden aus, um eigene Transformationsstrategien zu entwickeln, umzusetzen und zu monitoren.
Ein zentrales Ergebnis des Projekts: Bürokratische Hürden und fehlende Planungssicherheit stellen die größten Hindernisse dar. Auch komplexe Förderbedingungen und unsichere Investitionsentscheidungen hemmen die Transformation. „Transformative Strukturpolitik muss mehr leisten als die klassische Förderung zukunftsfähiger Wirtschaftsbranchen und grüner Technologien. Wichtig ist vor allem ein kooperativer Prozess, der allen Akteur*innen eine gleichberechtigte Teilhabe am Wandel ermöglicht“, erläutert Dr.-Ing. Jan Bitter-Krahe, Co-Leiter des Forschungsbereichs Zirkulärer Wandel am Wuppertal Institut und Leiter des Projekts TSP.NRW.
Kooperationen zwischen Unternehmen, Universitäten und Hochschulen und der Zivilgesellschaft führen zur Umsetzung neuer innovativer Ideen und erhöhen die Widerstandsfähigkeit des Landes NRW gegenüber zukünftigen Herausforderungen. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die Förderung zukunftsfähiger Unternehmen, die den Austausch und die Umsetzung innovativer Ideen unterstützen – vor allem in der Umweltbranche. Daneben spielen auch Wirtschaftsförderungen, Innovationsagenturen, Vereine oder andere zivilgesellschaftliche Initiativen eine wichtige Rolle. Sie agieren beispielsweise als Vermittler zwischen verschiedenen Gruppen, fördern den Austausch oder bieten Unterstützung an.
Das Konzept von Wuppertal Institut, Neuer Effizienz und HafenCity Universität Hamburg bildet die Grundlage für eine transformative Strukturpolitik, die Kooperation fördert und administrative Barrieren abbaut – für einen erfolgreichen sozial-ökologischen Wandel.
Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH VisdP: Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Präsident und wissenschaftlicher Geschäftsführer Pressekontakt: Luisa Lucas, stellvertretende Pressesprecherin Tel: +49 202 2492-292 E-Mail:
HafenCity Universität Hamburg (HCU) Pressekontakt: Christian Schmidt, Referent Kommunikation Tel: +49 40 42827-5033 E-Mail:
Neue Effizienz gGmbH Pressekontakt: Nele Nagy, Öffentlichkeitsarbeit Tel: +49 202 96 35 06-0 E-Mail:
wissenschaftliche Ansprechpartner: Dr.-Ing. Jan Bitter-Krahe, Co-Leiter des Forschungsbereich Zirkulärer Wandel am Wuppertal Institut Tel: +49 202-2492-334 E-Mail:
Prof. Dr.-Ing. Jörg Knieling, Leiter des Fachgebiets Stadtplanung und Regionalentwicklung (HCU) Tel: +49 40 42827-4515 E-Mail:
Christoph Pusch, Bereichsleitung Mobilitätswende & Stadtentwicklung (Neue Effizienz) Tel: +49 202 96 35 06-42 E-Mail:
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