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Startseite » Köln » „Ich habe kein Abitur. Und ich werde Architektin“

„Ich habe kein Abitur. Und ich werde Architektin“

10. April 2025
in Köln
Reading Time: 3Minuten Lesezeit
„Ich habe kein Abitur. Und ich werde Architektin“
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(openPR) Annika Kramer spricht nicht über schicke Fassaden oder spektakuläre Hochhäuser. Sie erzählt von Räumen, die unsere Gesellschaft verändern, von Orten, die verbinden. „Ich komme vom Dorf“, sagt sie. Der Ton in der Stimme der 25-Jährigen macht dabei unmissverständlich klar, dass sie das als großen Vorteil betrachtet. Aber ihr Heimatort Burgebrach nahe Bamberg verändert sich wie alle Orte. „Früher gab es zum Beispiel viel mehr Wirtschaften in der Gegend. Da haben sich die Leute getroffen“, sie zuckt die Schultern: „Da hat dir auch mal einer gesagt, dass du a Depp bist.“ Auch das – ein Vorteil? „Klar. Wenn du nur daheim sitzt, sagt dir das keiner mehr. Und wohin das führt, sieht man in der Politik. Alle stecken in ihrer Bubble. Ich finde es wichtig, dass man wieder zusammenkommt, dass man gemeinsame Stärken sieht.“ Das ist der Ansatz, den Annika Kramer auch als angehende Architektin verfolgt: Sie möchte Raum schaffen für Kommunikation und Miteinander. „Ich will Räume bauen, die was mit Menschen machen.“

Annika Kramer steht kurz vorm Abschluss. Es ist ihr letztes Semester im Studiengang Architektur an der Hochschule Coburg und sie spricht über ihr Fach mit dieser Mischung aus Entschlossenheit und Liebe, die nur Menschen ausstrahlen, die ihren eigenen Weg gehen. Aber Annika Kramers Weg war nicht geradlinig. Sie studiert – Abitur hat sie allerdings keines. Mit 15 Jahren machte sie ihren Abschluss an der Realschule Ebrach. Notendurchschnitt 1,1, ein guter Ausbildungsplatz als Industriekauffrau, danach ein Job im Controlling mit langfristiger Perspektive. „Echt krass, wie schnell man da erwachsen wird.“ Ihre Vorgängerin hatte 40 Jahre auf dieser Stelle gearbeitet. Auch Annika Kramer gefiel es – bis zur Pandemie. Als sie allein im Homeoffice war, merkte sie, dass ihr die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen fehlte. Die Aufgaben selbst erfüllten sie nicht. „Zahlen von A nach B schieben: Damit veränderst du nichts, zumindest nicht das, was mir wichtig ist.“ Viel interessanter fand sie in dieser Zeit ein familiäres Bauprojekt. Als außerdem bei einem Berufstest im Internet „Architektin“ herauskam, fügte sich alles zu einem Gesamtbild. Annika Kramer wollte studieren. Auch ohne Abi.

Die Studienberatung der Hochschule Coburg war erste Anlaufstelle und gab Tipps. „Eine Freundin war zu diesem Zeitpunkt schon fertig mit ihrem Bauingenieurs-Studium in Coburg und hat gesagt, dass der Campus Design ziemlich cool ist, eine andere hat Integriertes Produktdesign studiert und auch nur geschwärmt: dass es so kreativ ist und dass Coburg ein echt guter Studienort ist“, Annika Kramer grinst: „was ich, nach sieben Semestern, definitiv bestätigen kann.“ Eine Weiterbildung bei der IHK zur Industriefachwirtin ermöglichte ihr, ein Studium aufzunehmen, das nichts mit ihrem Beruf zu tun hat. Auch der Meister, Techniker oder andere entsprechende berufliche Fortbildungsprüfungen erlauben dies. Ansonsten dürfen durch Ausbildung und Berufserfahrung Qualifizierte sich in Studiengänge einschreiben, die fachlich zu ihrem Beruf passen. Das Studium ohne Hochschul- und Fachhochschulreife wurde vor gut 15 Jahren in Deutschland eingeführt. Annika Kramer ist heute eine von etwa 70.000 Studierenden ohne Abitur, die dem Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) zufolge an deutschen Hochschulen eingeschrieben sind. Die Hochschule Coburg zeigt, wie solche individuellen Bildungswege gehen. Bei einer Infoveranstaltung am Dienstag, 22. April können sich alle, die beruflich schon einiges erlebt haben, aber noch mehr vorhaben, über ihre Möglichkeiten informieren. Annika Kramer hat ihren Weg gefunden. „Ich war immer kreativ und habe mich immer auch für Politik und Gesellschaft interessiert – jetzt macht das alles Sinn. Von Plätzen bis zu öffentlichen Gebäuden: Alles, was gebaut ist, beeinflusst, wie wir uns als Gesellschaft verhalten. Was wir jetzt bauen, prägt, wie wir in Zukunft weiterleben.“ Was genau sie nach ihrem Abschluss machen will, weiß sie noch nicht. „Die Architektur bietet ja viele Möglichkeiten.“ Dann lächelt sie: „Und egal, was es ist: Ich muss es nicht 40 Jahre lang machen. Ich habe ja gelernt, dass es immer wieder neue Wege gibt.“

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