(openPR) Bielefeld (hsbi). Für drei Jahrzehnte prägte Gehsa Schnier als Kanzlerin bzw. Vizepräsidentin für Wirtschafts- und Personalverwaltung die Geschicke der FH Bielefeld und heutigen Hochschule Bielefeld (HSBI) maßgeblich mit. „Eine Ära geht zu Ende“, sagte HSBI-Präsidentin Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk bei der feierlichen Verabschiedung Schniers am vergangenen Dienstag. „Gehsa Schnier war stets eine verlässliche und umsichtige Kollegin, auf deren klares Urteilsvermögen sich das Präsidium und die Hochschulverwaltung immer verlassen konnten. Sie hat sich in den drei Jahrzehnten ihres Wirkens, die von immer neuen, tiefgreifenden Veränderungen für das Hochschulwesen geprägt waren, überaus verdient gemacht. Es ist nicht möglich, alle deine Leistungen hinreichend zu würdigen, liebe Gehsa, und deshalb sage ich einfach nur im Namen aller Hochschulangehörigen: Vielen herzlichen Dank für all‘ die Jahre!“
Den Dank gab Schnier vor über 100 Gästen, die von innerhalb und außerhalb der Hochschule zu ihrer Verabschiedung gekommen waren, umgehend zurück und sagte resümierend: „Die Entwicklungen in den parameterrelevanten Leistungsbereichen der Hochschule waren in den vergangenen Jahren rasant. Hier haben Technik und Verwaltung zuverlässig ihre Leistung gebracht, nicht selten mussten sie dabei bis ans Limit gehen. Auch in Zukunft müssen zahlreiche Herausforderungen, die ihren Ursprung in der globalen politischen und wirtschaftlichen Lage haben, gemeistert werden. Ich bin optimistisch, dass auch dies in hervorragender Weise gelingen wird, denn an der HSBI haben sich über die Jahre starke, gleichwohl flexible Strukturen und ein transformationsfreudiges Betriebsklima etabliert.“
Nach dem Abitur am Friedrichsgymnasium in Herford absolvierte Schnier an der Universität Bielefeld ein Jurastudium nach dem einphasigen Modell und anschließend ein Masterstudium in europäischem und internationalen Handelsrecht an der University of Leicester. Zum Wintersemester 1991 kam sie als Dezernentin und gleichzeitig erste Justiziarin an die damals noch FH Bielefeld genannte Hochschule. Bereits 1995 wurde sie mit der Wahrnehmung der Aufgaben einer Kanzlerin beauftragt und 1998 vom Ministerium für Forschung und Wissenschaft zur Kanzlerin der Hochschule ernannt – damals als erste Frau in dieser Berufsgruppe in Nordrhein-Westfalen. Seit 2009 übte sie unter der neuen Verfassung der Hochschule die Funktion der Vizepräsidentin für Wirtschafts- und Personalverwaltung aus.
Neubau und Corona-Pandemie zeigten Leistungsbereitschaft und -fähigkeit der Hochschule
Der Umzug mit drei Fachbereichen in das neue Gebäude auf dem Campus Nord in Bielefeld und der Einzug in den Neubau auf dem Campus Minden an der Artilleriestraße sind Gehsa Schnier besonders in Erinnerung geblieben: „Der Planungsvorlauf für die Bauvorhaben fiel in die Zeit, als die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen die Eigenschaft der Landeseinrichtung verloren und nach dem Hochschulfreiheitsgesetz weitreichende Kompetenzen und Eigenverantwortung bekamen“, so Schnier. „Beide Ereignisse haben zu einer erstaunlichen Dynamisierung der Aktivitäten in allen Bereichen der Hochschule geführt. Die HSBI hat die neuen Gestaltungsspielräume optimal genutzt und es verstanden, die Ergebnisse mit dem jeweils neuen Gebäude vor einer breiten Öffentlichkeit sichtbar zu machen.“ Die Dynamik in der Hochschule in dieser Phase zeige sich auch, so Schnier weiter, im Aufbau eines neuen Hochschulstandorts in Gütersloh, zunächst auf eigenes Risiko.
Froh ist die ehemalige Vizepräsidentin darüber, dass die Corona-Pandemie rückblickend nur kurze Zeit gedauert habe. „Aber auch sie hat neue Kräfte in der Lehr-, Studien- und Arbeitsgestaltung entfesselt, wie sie vorher kaum möglich zu sein schienen. Das hat deutlich gemacht, dass die Hochschule Bielefeld Krisenzeiten gut und sicher durchstehen kann.“ Nur eines bedauert sie: „Dass ich die Möglichkeiten des Einsatzes der KI in der Hochschulverwaltung nicht mehr miterleben kann.“
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