RuhrCampusOnline.de - Das studentische Magazin von Rhein und Ruhr
Keine Suchergebnisse
Alle Suchergebnisse einsehen
Gartenfreunde
  • Bochum
  • Bonn
  • Dortmund
  • Duisburg
  • Düsseldorf
  • Essen
  • Gelsenkirchen
  • Köln
  • Krefeld
  • Wuppertal
  • Bochum
  • Bonn
  • Dortmund
  • Duisburg
  • Düsseldorf
  • Essen
  • Gelsenkirchen
  • Köln
  • Krefeld
  • Wuppertal
Keine Suchergebnisse
Alle Suchergebnisse einsehen
Justnow Press
Keine Suchergebnisse
Alle Suchergebnisse einsehen

Startseite » Köln » Alte Arten sind weiter verbreitet – außer auf Inseln

Alte Arten sind weiter verbreitet – außer auf Inseln

27. August 2025
in Köln
Reading Time: 3Minuten Lesezeit
Alte Arten sind weiter verbreitet – außer auf Inseln
Share on FacebookShare on Twitter

(openPR) Weltweit sind mehr als 40.000 Arten vom Aussterben bedroht. Arten mit einem begrenzten Verbreitungsgebiet sind einem höheren Aussterberisiko ausgesetzt als weit verbreitete Arten: Sie kommen in der Regel weniger häufig vor und sind dadurch anfälliger für Umweltveränderungen. Obwohl die Größe des Verbreitungsgebiets einer der wichtigsten Faktoren für das Aussterberisiko ist, ist nach wie vor wenig darüber bekannt, wie die Größenunterschiede der natürlichen Verbreitungsgebiete zustande kommen.

Um diese Frage näher zu beleuchten, verglich ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Dr. Adriana Alzate, Alumna von iDiv und der Universität Leipzig, das evolutionäre Alter und die Größe des Verbreitungsgebietes von über 26.000 Arten aus sieben taxonomischen Gruppen: Vögel, Reptilien, Amphibien, Rifffische, Palmen sowie Land- und Meeressäugetiere.

Die Forschenden konnten zeigen, dass alte Arten über alle Gruppen hinweg im Durchschnitt größere Verbreitungsgebiete haben, mit Ausnahme von Meeressäugetieren – ein Befund, der zwar nicht überraschend ist, aber für den es nun erstmalig Belege gibt. „Es liegt nahe, dass ältere Arten ein größeres Verbreitungsgebiet haben, da sie seit ihrem ersten Auftreten mehr Zeit hatten – manchmal mehrere Millionen Jahre –, um ihr Verbreitungsgebiet zu erweitern“, erklärt Erstautorin Adriana Alzate, die heute am Naturalis Biodiversity Center arbeitet. „Im Laufe der Evolution hatten diese Arten mehr Möglichkeiten, sich zu vermehren, auszubreiten, neue Gebiete zu besiedeln und sich an unterschiedliche Umgebungen anzupassen, wodurch sie größere geografische Gebiete besiedeln konnten.“

Aber nicht nur das evolutionäre Alter einer Art beeinflusst die Größe ihres Verbreitungsgebiets. Manche Arten können sich besonders gut ausbreiten: Sie können Hindernisse leicht überwinden oder große Entfernungen zurücklegen, etwa Vögel mit langen, schmalen Flügeln und Palmen mit großen Früchten, die wiederum von größeren Wirbeltieren verteilt werden. Diese Arten können schneller große Verbreitungsgebiete erreichen als weniger ausbreitungsfähige Arten. Daher könnten Arten mit guter Ausbreitungsfähigkeit größere Verbreitungsgebiete haben, als aufgrund ihres evolutionären Alters zu erwarten wäre. Die Studie zeigt jedoch auch, dass der Einfluss des Alters einer Art wahrscheinlich bei weniger verbreitungsfähigen Arten, wie Amphibien, stärker ausgeprägt ist.

Der geografische Kontext spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Auf Inseln ist das Verbreitungsgebiet, das einheimische Arten maximal erreichen können, geografisch begrenzt. Während die neue Studie bestätigt, dass auf Inseln lebende Arten ein kleineres Verbreitungsgebiet haben als Arten, die nicht auf Inseln beschränkt sind, brachte sie auch einen unerwarteten Zusammenhang ans Licht: Auf Inseln sind die Unterschiede im Verbreitungsgebiet zwischen jungen und alten Arten größer als auf dem Festland. iDiv-Alumnus Dr. Roberto Rozzi, Kustos für Paläontologie am Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, sagt: „Sowohl die Insel-Dynamik als auch die individuelle Entwicklung der Arten haben Einfluss auf die Beziehung zwischen Alter und Verbreitungsgebiet. Möglicherweise konnten frühe Inselbewohner, die in der Regel ökologische Generalisten sind, auch deshalb ein größeres Verbreitungsgebiet erreichen als aufgrund ihres Alters zu erwarten wäre, weil es weniger Raubtiere und Konkurrenten gab.“

Je kleiner das Verbreitungsgebiet einer Art ist, desto höher ist das Risiko, dass sie ausstirbt. Zu verstehen, welche Faktoren die Größe des Verbreitungsgebiets einer Art beeinflussen, kann dabei helfen, das Aussterberisiko einzuschätzen und Schutzmaßnahmen anzupassen. „Das ist angesichts sich verändernder Umweltbedingungen umso wichtiger, da möglicherweise nicht alle Arten mit diesen Veränderungen Schritt halten können“, sagt Seniorautorin und iDiv-Juniorforschungsgruppenleiterin Dr. Renske Onstein, die zudem die Forschungsgruppe Biodiversity Hotspots am Naturalis Biodiversity Center leitet. „Möglicherweise verfügen ältere Arten über die genetische Veranlagung, sich leichter anzupassen, und können daher in ihren relativ großen Verbreitungsgebieten überleben. Dies muss anhand genetischer Daten weiter untersucht werden, was spannende Möglichkeiten für zukünftige Forschung bietet.“

wissenschaftliche Ansprechpartner: Dr. Adriana Alzate Naturalis Biodiversity Center

Originalpublikation: Adriana Alzate, Roberto Rozzi, Julian A. Velasco, D. Ross Robertson, Alexander Zizka, Joseph A. Tobias, Adrian Hill, Christine D. Bacon, Thijs Janzen, Loïc Pellissier, Fons van der Plas, James Rosindell, Renske E. Onstein (2025). Evolutionary age correlates with range size across plants and animals. Nature Communications. DOI: 10.1038/s41467-025-62124-y

Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Vorherige News

JUNO-Experiment startet Datennahme für Neutrinos

Nächste News

Verlässlich zum Hochschulabschluss

Ähnliche Beiträge

Neue Heisenberg-Professur für Teilchenphysik und deren Simulation an der TU Dresden
Köln

Neue Heisenberg-Professur für Teilchenphysik und deren Simulation an der TU Dresden

2. Dezember 2025
Wie Venture Clienting Startups im Healthcare-Sektor nach vorne bringt
Köln

Wie Venture Clienting Startups im Healthcare-Sektor nach vorne bringt

28. November 2025
Wie einige Hunde zu „Wort-Genies“ werden
Köln

Wie einige Hunde zu „Wort-Genies“ werden

27. November 2025
Starke Gründungsideen beim Hochschulgründertag ausgezeichnet
Köln

Starke Gründungsideen beim Hochschulgründertag ausgezeichnet

26. November 2025

Beliebte News

  • Opfer von Jakub Jahl in Afrika

    Opfer von Jakub Jahl in Afrika

    0 shares
    Share 0 Tweet 0
  • Rotary Club Bochum-Hellweg engagiert sich fürs Deutschlandstipendium

    0 shares
    Share 0 Tweet 0
  • Rotary Club Bochum-Hellweg verleiht RUB-Universitätspreis für herausragende Abschlussarbeit an Nele Borgert

    0 shares
    Share 0 Tweet 0
  • Desk-Sharing Plattform aus Bonn erobert Deutschlands Coworking-Markt

    0 shares
    Share 0 Tweet 0
  • RFH Köln informiert über Bachelor Wirtschaftsinformatik

    0 shares
    Share 0 Tweet 0
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Kontakt
© 2020 RuhrCampusOnline.de
Keine Suchergebnisse
Alle Suchergebnisse einsehen
  • Bochum
  • Bonn
  • Dortmund
  • Duisburg
  • Düsseldorf
  • Essen
  • Gelsenkirchen
  • Köln
  • Krefeld
  • Wuppertal

Cookie-Zustimmung verwalten
Wir verwenden Cookies, um unsere Website und unseren Service zu optimieren.
Funktional Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt. Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.
  • Optionen verwalten
  • Dienste verwalten
  • Verwalten von {vendor_count}-Lieferanten
  • Lese mehr über diese Zwecke
Einstellungen anzeigen
  • {title}
  • {title}
  • {title}