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Startseite » Essen » Fünf Jahre Corona-Pandemie

Fünf Jahre Corona-Pandemie

6. März 2025
in Essen
Reading Time: 5Minuten Lesezeit
Fünf Jahre Corona-Pandemie - openPR
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am 11. März 2020 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Covid-19-Geschehen als Pandemie eingestuft. Der erste bundesweite Corona-Lockdown wurde am 16. März 2020 beschlossen und trat am 22. März 2020 in Kraft. Viele Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus jähren sich heuer zum fünften Mal. Die Pandemie beschäftigte und beschäftigt nicht nur Privatpersonen, Politik, Gesundheitswesen und Bildungseinrichtungen, sondern auch die Forschung. Bamberger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Psychologie, Bildungsforschung und Soziologie stehen Ihnen für Interviews zu folgenden Themen zur Verfügung:

Pandemie, Gesellschaft und Verhalten Prof. Dr. Claus-Christian Carbon, Lehrstuhl für allgemeine Psychologie und Methodenlehre:

„Wie beeinflussen Masken unsere Kommunikation? Warum verbreiten sich Verschwörungstheorien in Pandemien so rasant? Und welche Rolle kann Gamification bei der Pandemiebekämpfung spielen? Ich beschäftige mich in der Forschung mit gesellschaftlichen, psychologischen und ethischen Auswirkungen von Pandemien – von Impfakzeptanz und Human Enhancement über Fake News und Maßnahmen-Compliance bis hin zur sozialen Resilienz in Krisenzeiten. In einem interdisziplinären Ansatz werden dabei psychologische Experimente, Umfragen und weitreichende Datenanalysen kombiniert, um zu verstehen, wie Menschen in Pandemien handeln – und wie wir zukünftige Gesundheitskrisen besser bewältigen können.“

Fachwissen zu: • Impfung und Human Enhancement • Nutzung und Auswirkung von Masken • Gamification und Pandemie • Verschwörungstheorien und Pandemie • Akzeptanz von Maßnahmen bei einer Pandemie

Was bedeutete die Corona-Pandemie für Frauen und Mütter? Prof. Dr. Katja Möhring, Lehrstuhl für Soziologie, insbesondere Familie und Arbeit:

„Im Gegensatz zu vorherigen Wirtschaftskrisen hat sich die Corona-Pandemie nachteilig auf die Beschäftigungssituation von Frauen ausgewirkt. Waren in der Krise von 2008/09 die eher männerdominierten industriellen Sektoren betroffen, mussten während der Corona-Pandemie viele weibliche Beschäftigte in Dienstleistungsbereichen wie Gastronomie, Kultur und Bildung in Kurzarbeit wechseln oder wurden freigestellt. Zudem wirkte sich insbesondere für Mütter im längeren Verlauf der Pandemie die anhaltende unsichere Situation bei Kinderbetreuung und Schule – Deutschland hatte im europäischen Vergleich die zweitlängsten Schulschließungen – negativ aufs Wohlbefinden aus. Die Konsequenzen sehen wir bis heute im Arbeitskräftemangel in vielen personennahen Dienstleistungsberufen und in der anhaltenden Erwerbszurückhaltung von Müttern. Die Pandemie ist nicht die Ursache dieser Probleme, hat sie aber verschärft.“

Fachwissen zu: • Erwerbstätigkeit in der Corona-Pandemie • Lebenslaufsoziologie • Vereinbarkeit von Arbeit und Familie • Pflege in der Familie • Rente und Alterssicherung • Geschlechterungleichheit

Beruf und COVID-19 Prof. Dr. Marvin Reuter, Juniorprofessur für Soziologie, insbesondere Arbeit und Gesundheit:

„Während der COVID-19-Pandemie spielte der Beruf eine entscheidende Rolle für die Gesundheit. Zum einen waren Beschäftigte im Gesundheitswesen (Ärzte, Pflegepersonal, Rettungsdienste), in Reinigungsberufen sowie in bestimmten Dienstleistungsberufen einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt, da sie häufig direkten Kontakt mit infizierten Personen hatten. Andererseits hat die Pandemie auch die Arbeitsbedingungen in vielen Branchen verändert. Insbesondere im Bildungswesen, im Einzelhandel und in der Pflege führten Arbeitsumstellungen, Unsicherheiten und Mehrarbeit zu einer deutlichen Zunahme von Stress und Erschöpfung. Zu Beginn der Pandemie war noch unklar, welche Risiken entstehen und wie diese sozial verteilt sind. Heute wissen wir, dass vor allem Menschen in gering qualifizierten Tätigkeiten besonders betroffen waren, da sie meist Arbeiten verrichten, die nicht von zu Hause aus erledigt werden können, und sie während der Arbeit oft schlecht geschützt waren, da Präventionsmaßnahmen wie Masken, Tests und Schutzkleidung nicht in allen Arbeitsbereichen gleichermaßen verfügbar oder durchführbar waren.“

Fachwissen zu: • Berufsbezogenen Infektionsrisiken in der Erwerbsbevölkerung • Psychischen Belastungen während der Pandemie • Sozial ungleich verteilte Gesundheitsrisiken

Kinder und Jugendliche erleben besonders hohe Belastungen durch Pandemie Prof. Dr. Cedric Sachser, Lehrstuhl für Klinische Kinder- und Jugendlichenpsychologie:

„Die Corona-Pandemie hat viele Aspekte des Lebens beeinflusst, dabei sind eine der stärksten betroffenen Gruppen Kinder und Jugendliche. Studien zeigen deutlich, dass diese Altersgruppe nicht nur während der Pandemie selbst, sondern auch in der Zeit danach unter anhaltenden Belastungen leidet. Unterschiedliche Studien legen nahe, dass sowohl die Intensität der Schutzmaßnahmen als auch die Infektionsdynamik in einem positiven Zusammenhang mit Gesundheitseinschränkungen standen. Dabei zeigen Studien aber auch eindrücklich, dass die Pandemie und Maßnahmen nicht für alle Kinder, Jugendliche und Familien gleiche Auswirkungen zeigen – vor allem für Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen oder Benachteiligungen wie Behinderungen, vorbestehenden belastenden Kindheitserfahrungen, bereits bestehenden psychischen oder körperlichen Problemen oder niedrigem sozioökonomischen Status waren und sind die Auswirkungen besonders stark. Diese Unterschiede verdeutlichen, dass die Folgen der Pandemie und der ergriffenen Maßnahmen stets im Zusammenhang mit den individuellen Lebensumständen und der Vorgeschichte der Kinder und Jugendlichen stehen und implizieren eine Unterstützung und Förderung besonders dieser vulnerablen Gruppen im Nachgang der Pandemie.“

Fachwissen zu: • Auswirkungen der Pandemie auf die psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen • Auswirkungen der Corona-Maßnahmen auf die psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen

Nach der Pandemie ist vor der Pandemie Prof. Dr. Philipp Sprengholz, Juniorprofessur für Gesundheitspsychologie:

„Unsere Erinnerung an die Corona-Pandemie wird gesellschaftliche Debatten über die zukünftige Pandemievorsorge sowie Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit in den kommenden Jahren beeinflussen. Dabei zeigen mehrere Studien mit über 10.000 Teilnehmenden aus 11 Ländern, dass diese Erinnerungen (z.B. an damalige Risiken, das Vertrauen in bestimmte Institutionen oder das eigene Schutzverhalten) oft von aktuellen Bewertungen geprägt und deshalb verzerrt sind. Diese Verzerrungen sind nicht das Ergebnis von Vergesslichkeit, sondern hängen mit der sozialen Identität zusammen und können gesellschaftliche Spaltungen z.B. zwischen geimpften und ungeimpften Menschen fördern und so die Reaktion auf zukünftige Krisen erschweren.“

Fachwissen zu: • Wahrnehmung und Verhalten in der Pandemie • Einstellungen zu Schutzmaßnahmen und Impfungen • Psychologische Reaktanz und gesellschaftliche Polarisierung • Verzerrte Erinnerung und Vorbereitung auf neue Gesundheitskrisen

Das Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi) untersucht Bildungsprozesse von der Geburt bis ins hohe Erwachsenenalter und ist ein An-Institut der Universität Bamberg. Kern des Instituts ist das Nationale Bildungspanel (NEPS), die größte Langzeitbildungsstudie in Deutschland. Die Forschenden des LIfBi beschäftigen sich ebenso mit der Corona-Pandemie: Wer bildet sich in Pandemiezeiten beruflich weiter? Wie wirken sich Pandemie und häusliches Lernen auf Lernzuwächse aus? Für wen brachte Corona einen Digitalisierungsschub? Diese und weitere Fragen stehen im Zentrum. „Gerade im Bereich Bildung müssen wir die langfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie kennen, um Schutzfaktoren für zukünftige Krisen auf- und Bildungsbenachteiligungen abbauen zu können“, so Prof. Dr. Cordula Artelt, Direktorin des LIfBi und Inhaberin des Lehrstuhls für Bildungsforschung im Längsschnitt an der Universität Bamberg. Sie vertrat den Bereich der Bildungsforschung in der Kommission für Pandemieforschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Prof. Dr. Cordula Artelt, Lehrstuhl für Bildungsforschung im Längsschnitt der Universität Bamberg und Direktorin des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe E-Mail:

Fachwissen zu: • Corona und Schule • Kompetenzentwicklung während Corona • Corona und Bildungssystem

Prof. Dr. Corinna Kleinert, Lehrstuhl für Soziologie mit dem Schwerpunkt längsschnittliche Bildungsforschung der Universität Bamberg und LIfBi-Abteilungsleitung „Bildungsentscheidungen und -prozesse, Migration, Bildungsrenditen“ E-Mail:

Fachwissen zu: • Corona und Arbeitsmarkt • Corona und Beruf • Corona und Weiterbildung

Prof. Dr. Ilka Wolter, Lehrstuhl für Bildungsforschung mit dem Schwerpunkt Entwicklung und Lernen der Universität Bamberg und LIfBi-Abteilungsleitung „Kompetenzen, Persönlichkeit, Lernumwelten“ E-Mail:

Fachwissen zu: • Lernen im Lockdown • Kommunikation zwischen Eltern und Schulen während Schulschließungen • Digitalisierung während Corona

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