(openPR) Marie-Ann Sengewalds Arbeit wurde durch den Wissenschaftlichen Beirat des LIfBi für die Auszeichnung ausgewählt. In der Begründung wird hervorgehoben, dass der Artikel in den zentralen Forschungsbereichen des Instituts angesiedelt ist und durch methodische Exzellenz, breite Anwendbarkeit sowie hohe wissenschaftliche und gesellschaftspolitische Relevanz überzeugt – etwa im Hinblick auf Fragen zur Wirkung von Nachhilfe. Besonders positiv bewertet wurde auch der tutorialartige Aufbau mit bereitgestelltem R-Code und Softwareimplementierung, die offene und kollaborative Forschung unterstützen.
In ihrer methodenorientierten Arbeit zeigt die Psychologin anhand von NEPS-Daten einen fortschrittlichen statistischen Ansatz zur Schätzung kausaler Effekte mit nicht-experimentellen Beobachtungsdaten auf und berücksichtigt dabei Messfehler, die immer vorhanden sind. Dafür verglich Sengewald verschiedene Modellierungsstrategien, da diese sich im Umgang mit Messfehlern und der Genauigkeit der Kausaleffektschätzungen unterscheiden. Anhand eines Anwendungsbeispiels zu den „Effekten von Nachhilfeunterricht“ zeigte sie zudem, dass latente Variablen, also statistische Schätzungen von Fähigkeiten, die nicht direkt messbar sind, gegenüber herkömmlichen Fähigkeitswerten präzisere Ergebnisse liefern.
Für die Preisträgerin ist die Auszeichnung mit dem LIfBi Research Award Ansporn, wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Methodenforschung in praktische Anwendungsbeispiele zu übersetzen. „Was mich antreibt, ist die Überzeugung, dass methodische Präzision und gesellschaftliche Relevanz keine Gegensätze sind. Forschung entfaltet ihr Potenzial dann, wenn statistische Modelle Antworten auf Fragen liefern, die für Familien, Schulen und Politik konkret wichtig sind.“
Während ihrer Zeit am LIfBi in der Abteilung 3 „Forschungsdatenzentrum, Methodenentwicklung“ widmete sich Marie-Ann Sengewald neben der Replikationsforschung insbesondere der Kausalitätsforschung zu Modellen latenter Variablen. Seit September 2025 ist Marie-Ann Sengewald als W1-Professorin für Psychologische Methodenlehre und Diagnostik an die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg tätig.
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