(openPR) Im Wettbewerb um die vom Europäischen Forschungsrat (European Research Council – ERC) verliehenen Starting Grants hat sich Juniorprofessor Manuel Krannich, Arbeitsgruppenleiter am Institut für Algebra und Geometrie (IAG) des KIT, mit seinem Projekt „Manifolds and Functor Calculus“ (MaFC) durchgesetzt. Das Projekt ist auf fünf Jahre angelegt und wird mit insgesamt 1,5 Millionen Euro gefördert. „Dieser Erfolg ist für mich eine große Ehre und eine schöne Bestätigung meiner Arbeit“, sagt der Mathematiker.
Das Spezialgebiet von Krannich ist die algebraische und geometrische Topologie. Er forscht an Räumen, die Eigenschaften aufweisen, welche bei stetigen Verformungen erhalten bleiben. Der Schwerpunkt seiner Forschung liegt auf Mannigfaltigkeiten. Dabei handelt es sich um topologische Räume, die lokal flach zu sein scheinen, global allerdings von komplizierterer Gestalt sind – wie die Darstellung der Oberfläche der Erdkugel mit vielen überlappenden Karten. Das Projekt MaFC beschäftigt sich mit Mannigfaltigkeiten und Funktorkalkülen und deckt neue Bezüge zwischen Symmetrien von hochdimensionalen Mannigfaltigkeiten und Gesetzen der Algebra auf. „Ich verfolge einen problemorientierten Ansatz und befasse mich oft mit neuen Methoden, die mir geeignet scheinen, mich meinem Forschungsgegenstand zu nähern“, erläutert Krannich. So hat er sich bereits mit vielen verschiedenen Methoden der Algebra, Geometrie, Topologie und benachbarten Bereichen vertraut gemacht und sie auf überraschende Weise kombiniert.
Manuel Krannich studierte Mathematik mit Bachelor- und Masterabschluss am KIT. Anschließend promovierte er an der Universität Kopenhagen über charakteristische Klassen von Bündeln von Mannigfaltigkeiten. Er war Postdoktorand an der Universität Cambridge und an der Universität Münster. 2022 trat er eine Juniorprofessur mit Tenure Track an der Fakultät für Mathematik des KIT an und leitet am IAG die Arbeitsgruppe Algebraische und Geometrische Topologie. „Ich freue mich darauf, am KIT mein interdisziplinäres Projekt zu verwirklichen, das sich zwischen Mannigfaltigkeitstheorie und höherer Algebra bewegt“, sagt Krannich.
Mit Starting Grants fördert der ERC herausragende Nachwuchsforschende zu Beginn einer unabhängigen Karriere. Bewerben können sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Fachrichtungen zwei bis sieben Jahre nach ihrer Promotion. Jedes ausgewählte Projekt unterstützt der ERC bis zu fünf Jahre mit bis zu 1,5 Millionen Euro. In der Ausschreibungsrunde 2025 hat der ERC Starting Grants für insgesamt 478 Projekte in 25 europäischen Ländern vergeben, 99 von ihnen in Deutschland. Das Gesamtfördervolumen der ERC Starting Grants 2025 beträgt 761 Millionen Euro. Eingegangen waren 3928 Anträge; die Bewilligungsquote beträgt damit etwa 12,2 Prozent.
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