RuhrCampusOnline.de - Das studentische Magazin von Rhein und Ruhr
Keine Suchergebnisse
Alle Suchergebnisse einsehen
Gartenfreunde
  • Bochum
  • Bonn
  • Dortmund
  • Duisburg
  • Düsseldorf
  • Essen
  • Gelsenkirchen
  • Köln
  • Krefeld
  • Wuppertal
  • Bochum
  • Bonn
  • Dortmund
  • Duisburg
  • Düsseldorf
  • Essen
  • Gelsenkirchen
  • Köln
  • Krefeld
  • Wuppertal
Keine Suchergebnisse
Alle Suchergebnisse einsehen
Justnow Press
Keine Suchergebnisse
Alle Suchergebnisse einsehen

Startseite » Dortmund » Nahwärme in kleinen Kommunen: Mit lokalen Energiequellen heizen

Nahwärme in kleinen Kommunen: Mit lokalen Energiequellen heizen

24. November 2025
in Dortmund
Reading Time: 4Minuten Lesezeit
Nahwärme in kleinen Kommunen: Mit lokalen Energiequellen heizen
Share on FacebookShare on Twitter

(openPR) Berlin, 24. November 2025 – Viele Kommunen in Deutschland wollen neue Wärmenetze umsetzen. Mit ihnen lassen sich lokale erneuerbare Energiequellen nutzen, etwa Erdwärme, Solarthermie oder Biomasse. Damit Nahwärme wirtschaftlich umsetzbar ist, braucht es jedoch einen geeigneten Netzbetreiber und genügend Gebäudeeigentümer*innen, die sich ans Wärmenetz anschließen lassen wollen. Wie dies auch für kleinere Kommunen ohne eigenes Stadtwerk gelingen kann, zeigen das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), die Technische Universität Berlin (TUB) und das Umweltzentrum Stuhr-Weyhe im Projekt Suburbane Wärmewende 2.

Mit Handreichungen helfen sie Kommunen dabei, Herausforderungen frühzeitig mitzudenken und ein Betreibermodell zu wählen. Das vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) geförderte Projekt begleitet die niedersächsische 32.000-Einwohner-Gemeinde Weyhe im Bremer Speckgürtel bei der Planung eines Wärmenetzes und wertete zudem Erfahrungen weiterer Kommunen aus, die bereits Nahwärmenetze umgesetzt haben.

Alle Kommunen in Deutschland müssen bis spätestens 2028 – teils schon 2026 – einen Wärmeplan erstellen. Eine zentrale Aufgabe hierbei ist es, Gebiete zu identifizieren, die sich für eine Versorgung mit klimaneutralen Wärmenetzen eignen. Energieökonom Janis Weber vom IÖW weiß aus Gesprächen mit Praxisakteuren, dass kleine Städte und Dörfer bislang nur wenig Erfahrung mit Wärmenetzen haben. „Gerade Kommunen ohne eigenes Stadtwerk stehen vor großen Herausforderungen bei der Umsetzung von Nahwärmenetzen: Das reicht von der Suche nach einem geeigneten Betreiber über die Entwicklung eines technischen Konzepts und bauliche Fragen bis hin zur Akzeptanz der Bürger*innen“, so Weber.

Oft beginnt die Umsetzung eines Wärmenetzes mit einer kleinen Gruppe oder einer einzelnen Person in der Gemeinde, die sich für ein lokales Wärmenetz einsetzt. „Kommunen sollten bürgerschaftliches Engagement für Wärmenetze unbedingt aufgreifen“, empfiehlt Weber, der zusammen mit dem Forschungsteam Pilotkommunen und weitere Akteure wie Projektierer oder Energieagenturen befragt hat. „Für die erfolgreiche Umsetzung braucht es engagierte Personen, die an zahlreiche Haustüren klopfen, um für die Idee zu werben.“

Anschließend sind Formate wie Informationsveranstaltungen, Befragungen, Kellerbegehungen und Beratungsangebote nötig, um herauszufinden, ob es im potenziellen Versorgungsgebiet eine ausreichende Nachfrage für Nahwärme gibt. Denn die Wirtschaftlichkeit von Wärmenetzen steht und fällt mit der Anschlussquote der Gebäude im Gebiet.

Am Fallbeispiel der Gemeinde Weyhe errechneten die Forschenden, für welche Haushalte es sich lohnt, mit Nahwärme zu heizen. Fazit: Ob eher eine eigene dezentrale Anlage wie eine Wärmepumpe oder der Anschluss an ein Nahwärmenetz günstiger ist, hängt insbesondere von Größe, Baualter und energetischem Zustand des Gebäudes ab. Vor allem für ältere Gebäude mit hohen Temperaturanforderungen kann ein Anschluss ans Wärmenetz vorteilhaft sein.

„Weyhe will bis 2035 klimaneutral sein, dafür spielt die Wärmewende eine entscheidende Rolle“, sagt Dr. Kirstin Taberski, Klimaschutzmanagerin in Weyhe. Seit 2017 arbeitet die Gemeinde mit Forschenden aus dem Projekt Suburbane Wärmewende an einem Konzept für ein finanziell tragfähiges Wärmenetz. Im Untersuchungsgebiet, dem Ortskern von Leeste, kamen zu Beginn verschiedene lokale Wärmequellen infrage: Abwasserwärme, Grünschnitt für einen möglichen Biomasse-Heizkessel und Erdwärmesonden, die unterhalb des Sportplatzes installiert werden könnten. Auch eine Nutzung von mitteltiefer Geothermie wird aktuell geprüft.

Mit Umfragen vor Ort fanden die Forschenden heraus, dass sich mehr als die Hälfte der Haushalte im Untersuchungsgebiet für ein klimaneutrales Wärmenetz interessieren, wobei auch Vorbehalte etwa gegenüber der Nutzung von Biomasse geäußert wurden. Der richtige Startzeitpunkt wäre in einigen Jahren, wenn für mehrere Haushalte ohnehin ein Heizungswechsel ansteht. Wirtschaftlich umsetzbar ist das Wärmenetz vor allem in den dicht besiedelten Bereichen rund um das Schulgelände. Von dort aus ließe sich das Wärmenetz Schritt für Schritt erweitern – so die Grundidee des Vorhabens.

„Die Projektergebnisse fließen in die kommunale Wärmeplanung ein und liefern wertvolle Grundlagen, damit Weyhe im Wärmebereich weiteren Treibhausgasausstoß vermeiden kann“, so Taberski.

„Vielen kleineren Kommunen fehlen neben Erfahrungen mit Wärmenetzen vor allem die finanziellen Mittel oder Infrastrukturen – etwa ein eigenes Stadtwerk – um solche Projekte eigenständig umzusetzen“, erklärt Tidian Baerens, Nachhaltigkeitswissenschaftler am IÖW. „Deshalb zögern viele Kommunen, den Bau und Betrieb eines Wärmenetzes in Eigenregie anzugehen.“ In einer Handreichung des Projekts stellt der Wissenschaftler verschiedene geeignete Betreibermodelle vor, die Kommunen neue Handlungsspielräume eröffnen. „Anstatt die zukünftige Wärmeversorgung vollständig an einen meist gewinnorientierten Energieversorger auszulagern und damit Steuerungsmöglichkeiten aus der Hand zu geben, können sich Kommunen mit geeigneten Partnern zusammenschließen und deren Stärken für die gemeinsame Wärmewende nutzbar machen“, so Baerens.

In einer Wärmenetzgesellschaft etwa kann die Kommune Stimmrechte behalten, während Partner wie Bürgerenergiegenossenschaften, benachbarte Stadtwerke oder private Unternehmen zusätzliches Kapital, technisches Know-how und Umsetzungserfahrung einbringen. So entstehen bürgernahe und tragfähige Modelle, die lokale Wertschöpfung sichern und gleichzeitig die Wärmewende vor Ort voranbringen.

Das Projekt Suburbane Wärmewende begleitet seit 2017 die Gemeinde Weyhe in Niedersachen dabei, ein innovatives, wirtschaftlich tragfähiges Wärmenetz im Ortskern Leeste zu entwickeln. Die Technische Universität Berlin (TUB) leitet das Projekt, weitere Partner sind das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und der Verein Umweltzentrum Stuhr-Weyhe (UZSW). In zwei Projektphasen untersuchte das Forschungsprojekt technische und wirtschaftliche Aspekte, darunter Netzkonzepte, eine optimierte Betriebsführung und Kostenstrukturen. Zudem wurden unterschiedliche Partizipationsformate zur Aktivierung, Information und Beteiligung lokaler Stakeholder und der Anwohnenden erprobt.

Richard Harnisch (Leitung), Antonia Sladek, Lara Schultz, Irma Perizonius Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) Tel.: +49–30 – 884 594-16

Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) ist ein führendes wissenschaftliches Institut auf dem Gebiet der praxisorientierten Nachhaltigkeitsforschung. Rund 60 Mitarbeiter*innen erarbeiten Strategien und Handlungsansätze für ein zukunftsfähiges Wirtschaften – für eine Ökonomie, die ein gutes Leben ermöglicht und die natürlichen Grundlagen erhält. Das Institut arbeitet gemeinnützig und ohne öffentliche Grundförderung. Das IÖW ist Mitglied im „Ecological Research Network“ (Ecornet), dem Netzwerk der außeruniversitären, gemeinnützigen Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschungsinstitute in Deutschland.

wissenschaftliche Ansprechpartner: Janis Weber Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) Tel.: +49–30–884 594-40

Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Vorherige News

Attraktive Studiengänge durch Implementierung des Nachhaltigkeitsgedankens

Nächste News

Zooplankton reagiert sensibel auf Wasserkraftwerk

Ähnliche Beiträge

Forschungsimpulse und interdisziplinärer Austausch: Rückblick CIDER-LERN-Konferenz in Bamberg
Dortmund

Forschungsimpulse und interdisziplinärer Austausch: Rückblick CIDER-LERN-Konferenz in Bamberg

28. November 2025
Der Avatar im Rollstuhl
Dortmund

Der Avatar im Rollstuhl

25. November 2025
Neue Professorin erforscht motivierende digitale Lehrkonzepte
Dortmund

Neue Professorin erforscht motivierende digitale Lehrkonzepte

25. November 2025
DFG bewilligt neuen SFB zur Bildungsgerechtigkeit
Dortmund

DFG bewilligt neuen SFB zur Bildungsgerechtigkeit

21. November 2025

Beliebte News

  • Opfer von Jakub Jahl in Afrika

    Opfer von Jakub Jahl in Afrika

    0 shares
    Share 0 Tweet 0
  • Rotary Club Bochum-Hellweg engagiert sich fürs Deutschlandstipendium

    0 shares
    Share 0 Tweet 0
  • Rotary Club Bochum-Hellweg verleiht RUB-Universitätspreis für herausragende Abschlussarbeit an Nele Borgert

    0 shares
    Share 0 Tweet 0
  • Desk-Sharing Plattform aus Bonn erobert Deutschlands Coworking-Markt

    0 shares
    Share 0 Tweet 0
  • RFH Köln informiert über Bachelor Wirtschaftsinformatik

    0 shares
    Share 0 Tweet 0
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Kontakt
© 2020 RuhrCampusOnline.de
Keine Suchergebnisse
Alle Suchergebnisse einsehen
  • Bochum
  • Bonn
  • Dortmund
  • Duisburg
  • Düsseldorf
  • Essen
  • Gelsenkirchen
  • Köln
  • Krefeld
  • Wuppertal

Cookie-Zustimmung verwalten
Wir verwenden Cookies, um unsere Website und unseren Service zu optimieren.
Funktional Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt. Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.
  • Optionen verwalten
  • Dienste verwalten
  • Verwalten von {vendor_count}-Lieferanten
  • Lese mehr über diese Zwecke
Einstellungen anzeigen
  • {title}
  • {title}
  • {title}