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Startseite » Dortmund » Am Puls der Zeit nachhaltig fördern

Am Puls der Zeit nachhaltig fördern

30. September 2025
in Dortmund
Reading Time: 4Minuten Lesezeit
Am Puls der Zeit nachhaltig fördern
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(openPR) Heidelberg, 30. September 2025. Manchmal gehört auch in der Spitzenforschung ein Quäntchen Glück dazu. Dann kommen exzellente Forschende, interdisziplinäre Ideen und passgenaue Förderung im richtigen Moment zusammen. So empfindet Alex Seuthe, Programm-Manager Forschung bei der Klaus Tschira Stiftung (KTS), die Förderung der Stiftungsprofessur von Simon Anders. Unter anderem durch die Finanzierung dieser Professur wurde in einem politisch bewegten Prozess erreicht, dass die Forschungsstelle zur Koordination des Landesinstituts für Bioinformatik-Infrastruktur (LIBIS) in Heidelberg aufgehängt werden konnte.

Das Landesinstitut für Bioinformatik-Infrastruktur wird durch das Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg (MWK) dauerhaft gefördert. Beteiligt sind außerdem neben der Universität Heidelberg, die Universitäten Freiburg und Tübingen und die außeruniversitären Forschungseinrichtungen Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Europäisches Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) und das ebenfalls von der KTS geförderte Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS).

„Wir freuen uns, einen wichtigen Baustein beigetragen zu haben“, sagt Seuthe. Diese Förderung ist für ihn ein Musterbeispiel guter philanthropischer Wirkung: an Schlüsselstellen aktiv werden, um das Ganze voranzubringen. „Wir fördern hiermit exzellente Forschung mit einem großen Impact in der Forschungslandschaft. So können wir am Puls der Zeit bleiben, dynamisch fördern und dennoch etwas Großes nachhaltig ermöglichen“.

Ursula Kummer, im Steuerungskreis von LIBIS und seit vielen Jahren aktiv im Brückenschlagen von den Lebenswissenschaften zur Modellierung und zur Softwareentwicklung, kennt das Dilemma. Die Professorin am BioQuant (dem interdisziplinären Forschungszentrum für quantitative Analyse molekularer und zellulärer Systeme der Universität Heidelberg) hat vor fast 25 Jahren ein Projekt mit Stifter Klaus Tschira entwickelt. „Als SAP-Gründer hatte er naturgemäß eine große Nähe zur Softwareentwicklung und sah visionär die Bedeutung von rechnergestützter Forschung, wie der Modellierung, in den Lebenswissenschaften voraus“, erinnert sich Kummer. „Er wusste aber auch, dass es ohne funktionierende Infrastruktur, die gewartet und weiterentwickelt wird, nicht funktionieren würde“.

Worin liegt das Problem? Stiftungsprofessor Simon Anders beschreibt das so: „Meistens gibt es eine neuartige Technik, wie man in der Biologie etwas misst oder beschreibt, dann wird dazu, oft für einen konkreten Datensatz, die Software geschrieben. Die versucht man dann zu verallgemeinern und in ein Werkzeug zu verwandeln, das zu möglichst vielen Anwendungen passt. Wenn das gelingt, bekommt man schnell eine große Anzahl von Nutzenden, die mit dieser Software arbeiten. Dazu muss sie aber gut dokumentiert sein und man muss Schulungsmaterial erstellen, damit sich junge Forschende gut einarbeiten können“. Genau das passiert aber seiner Erfahrung nach sehr oft nicht. Deshalb versuche er eine Balance zu finden. Das heißt: „Wir versuchen hier das Spezialisierte, das ein einzelnes Projekt voranbringt, und das Verallgemeinernde und Allgemeinnützliche zusammenzubringen“.

„Deutschland ist sehr lange hinterhergehinkt, was die Förderung von Software-Infrastruktur angeht“, unterstreicht auch Ursula Kummer, „in den USA hat man viel früher erkannt, dass es unökonomisch und uneffektiv ist, wenn immer wieder ähnliche Software von Promovierenden erstellt wird, die dann nicht mehr nutzbar ist, wenn sie die Gruppe verlassen“.

Dass es gelungen ist, mit der Forschungsstelle LIBIS die Koordination der Bioinformatik-Infrastruktur in Baden-Württemberg in Heidelberg fest zu verankern, freut sie sichtlich. „Wir hatten aber auch ein gutes Konzept im Land“, erklärt sie. Es sei durchaus schwierig, eine Struktur zu finden, die es erlaube, Bioinformatik auf Dauer zu fördern, ohne dass das Ganze unflexibel wird. „Das haben wir mit LIBIS geschafft: eine langfristige Förderung wichtiger Dinge und gleichzeitig eine Überprüfung dieser Wichtigkeit. Es muss die Möglichkeit geben, im Falle eines Falles auch Geld und Personal wieder in eine andere Richtung zu schicken“.

Dass Simon Anders schon heute einer der meistzitierten Forschenden im Land ist, hängt auch mit der Interdisziplinarität zusammen, die durch das Konstrukt ermöglicht wird – beispielsweise mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum. Dabei ging es um die Frage, warum sich Astrozyten und ruhende Stammzellen im Gehirn so ähnlich sind. Astrozyten sind Zellen, die das biochemische Gleichgewicht im Gehirn aufrechterhalten und die Nervenzellen mit Nährstoffen versorgen. Erstaunlicherweise können einige wenige von ihnen sich zu Stammzellen wandeln, die sich dann teilen und zu Nerven- und anderen Zellen werden – so können sie beschädigte Zellen ersetzen, allerdings aber nur in sehr geringem Maße. Die neuen Forschungsergebnisse klären auf, welche Schritte diese Aktivierung einleiten. Langfristige Hoffnung ist, diesen Prozess gezielt stimulieren zu können, um bei Gehirnschädigungen oder Schlaganfällen die Heilung zu fördern.

„Wir in der Arbeitsgruppe haben die Daten analysiert und schnell gemerkt, dass die Standardwerkzeuge sich nicht eignen. Für viele Schritte gab es bislang keine Software und es gab keine mathematische Methode, um die Daten zu vergleichen“, sagt er. Das hat sich geändert. Simon Anders hat darauf geachtet, dass die entwickelte Software so allgemein gehalten wurde, dass sie auch für andere Experimente auf der ganzen Welt eingesetzt werden kann. Wenn dies geschieht, wird der nächste Schritt sein, die Software nachhaltig zu erhalten – ein Gewinn für alle Beteiligten.

Klaus Tschira Stiftung Dr. Alex Seuthe, Programm-Manager Forschung Telefon: 06221-533 175 E-Mail:

Anja Heinzelmann, Leiterin Kommunikation Telefon: 06221-533 118 E-Mail:

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