RuhrCampusOnline.de - Das studentische Magazin von Rhein und Ruhr
Keine Suchergebnisse
Alle Suchergebnisse einsehen
Gartenfreunde
  • Bochum
  • Bonn
  • Dortmund
  • Duisburg
  • Düsseldorf
  • Essen
  • Gelsenkirchen
  • Köln
  • Krefeld
  • Wuppertal
  • Bochum
  • Bonn
  • Dortmund
  • Duisburg
  • Düsseldorf
  • Essen
  • Gelsenkirchen
  • Köln
  • Krefeld
  • Wuppertal
Keine Suchergebnisse
Alle Suchergebnisse einsehen
Justnow Press
Keine Suchergebnisse
Alle Suchergebnisse einsehen

Startseite » Bochum » Digitale Geländemodelle geben Auskunft über Aufeis-Felder im Trans-Himalaya

Digitale Geländemodelle geben Auskunft über Aufeis-Felder im Trans-Himalaya

9. Dezember 2024
in Bochum
Reading Time: 2Minuten Lesezeit
Digitale Geländemodelle geben Auskunft über Aufeis-Felder im Trans-Himalaya
Share on FacebookShare on Twitter

Digitale Geländemodelle geben Auskunft über Aufeis-Felder im Trans-Himalaya Heidelberger Wissenschaftler nutzen terrestrische Aufnahmen und Satellitenbilder, um neue Erkenntnisse zur Beschaffenheit der saisonalen Eisvorkommen zu gewinnen

Die Mächtigkeit und das Volumen bislang wenig erforschter Aufeis-Felder, die im Trans-Himalaya von Ladakh in Indien vorkommen, hat ein geographisches Forschungsteam des Südasien-Instituts der Universität Heidelberg untersucht. Das Team unter Leitung von Prof. Dr. Marcus Nüsser nutzte hochauflösende Fernerkundungsdaten und terrestrische Bilder zur Erstellung digitaler Geländemodelle, um das Volumen von natürlich vorkommendem Aufeis mit künstlich angelegten Eisreservoiren zu vergleichen. Die Differenz winterlicher und sommerlicher Geländemodelle gibt Auskunft über die Beschaffenheit der saisonalen Eisvorkommen und die zugrundeliegenden hydrogeologischen Bedingungen.

Bei Aufeis handelt es sich um ein hydrologisches Phänomen, das insbesondere in kalt-ariden und durch Permafrost geprägten Regionen auftritt. Es entsteht in den Wintermonaten durch sukzessives Gefrieren von Quellwasser oder bildet sich entlang kleiner Wasserläufe. Die Eisschichten können Mächtigkeiten von mehreren Metern erreichen und besonders im Frühjahr einen wesentlichen Beitrag zur lokalen Wasserversorgung leisten. Im Trans-Himalaya von Ladakh wird die Akkumulation von Aufeis vereinzelt in Eisreservoiren verstärkt. In Vorgängerstudien konnte bereits die weiträumige Verbreitung von Aufeis in Ladakh und Teilen des Tibetischen Plateaus nachgewiesen werden.

Mit dem Ziel, neue Erkenntnisse zur Beschaffenheit dieser saisonalen Eisvorkommen zu gewinnen, hat das Team um Prof. Nüsser die Mächtigkeit und das Volumen von zwei natürlichen Aufeis-Feldern und zwei künstlich angelegten Eisreservoiren in Ladakh untersucht. Bei Forschungsaufenthalten im Herbst 2022 und Frühjahr 2023 nahmen die Wissenschaftler mehrere Tausend Fotos der beiden Eisreservoire auf und kombinierten sie mit Aufnahmen des Satelliten Pléiades, die zum Zeitpunkt der Aufenthalte vor Ort von allen vier Standorten gemacht wurden. Daraus wurden digitale Geländemodelle generiert, aus denen das Forschungsteam ein Gesamtvolumen des Aufeises von bis zu 302.000 Kubikmetern errechnete. Dabei erwiesen sich die natürlichen Felder in der Fläche als größer und mit vereinzelt mehr als drei Metern Dicke auch mächtiger als die Eisakkumulationen in den künstlichen Reservoiren.

Die aktuellen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass in den Wintermonaten große Mengen an Grundwasser an die Oberfläche gelangen. Da dies jedes Jahr an denselben Stellen geschieht, könnte die Entstehung der Aufeis-Felder auch Aufschluss über die hydrogeologische Beschaffenheit des oberflächennahen Grundwasserleiters geben, wie Dr. Dagmar Brombierstäudl erläutert. „Unsere Forschung zeigt, dass Aufeis nicht nur vereinzelt, sondern weit verbreitet zu finden ist und große Mengen an Wasser bindet. Dennoch ist dieses Phänomen bislang nicht in hydrologische Modellierungen einbezogen worden“, betont Prof. Nüsser.

Als besonders wertvoll für die Analyse der Aufeis-Felder erwiesen sich die hochauflösenden Satellitenbilder. „Die Bilder ermöglichen es uns auch, entlegene oder sogar unzugängliche Orte zu untersuchen. So können wir umfassende Rückschlüsse auf die Entstehung und Zusammensetzung von Aufeis-Feldern ziehen, um so ein besseres Verständnis des Aufeis-Phänomens zu entwickeln und die Auswirkungen des Klimawandels zu ermitteln“, so der Heidelberger Wissenschaftler, der die Abteilung Geographie am Südasien-Institut der Universität Heidelberg leitet.

Die Forschungsarbeiten waren in ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördertes Projekt zur Bedeutung von Aufeis und Eisreservoiren für die Anpassung an den Klimawandel im Trans-Himalaya von Ladakh eingebunden. Die Ergebnisse der aktuellen Studie wurden in der Fachzeitschrift „Science of the Total Environment“ veröffentlicht.

Kontakt: Universität Heidelberg Kommunikation und Marketing Pressestelle, Telefon (06221) 54-2311

wissenschaftliche Ansprechpartner: Prof. Dr. Marcus Nüsser Südasien-Institut, Abteilung Geographie Telefon (06221) 54-15240

Vorherige News

Mehr als nur Sauerstoff: Vielfalt und Stoffwechsel globaler Endosymbionten

Nächste News

Was im Ozean passiert, wenn zwei Wirbelstürme zusammenstoßen

Ähnliche Beiträge

Neues Applikationslabor für in situ-Elektronenmikroskopie stärkt Forschung und KMU in Berlin-Adlershof
Bochum

Neues Applikationslabor für in situ-Elektronenmikroskopie stärkt Forschung und KMU in Berlin-Adlershof

19. November 2025
Weltweit häufig zitierte Forscher aus Würzburg
Bochum

Weltweit häufig zitierte Forscher aus Würzburg

12. November 2025
Forschung zu optischer Kommunikation und Kryptowährung
Bochum

Forschung zu optischer Kommunikation und Kryptowährung

12. November 2025
Potenziale statt Abbruch - Studienaussteiger als Fachkräfte von morgen
Bochum

Potenziale statt Abbruch – Studienaussteiger als Fachkräfte von morgen

10. November 2025

Beliebte News

  • Opfer von Jakub Jahl in Afrika

    Opfer von Jakub Jahl in Afrika

    0 shares
    Share 0 Tweet 0
  • Rotary Club Bochum-Hellweg engagiert sich fürs Deutschlandstipendium

    0 shares
    Share 0 Tweet 0
  • Rotary Club Bochum-Hellweg verleiht RUB-Universitätspreis für herausragende Abschlussarbeit an Nele Borgert

    0 shares
    Share 0 Tweet 0
  • Desk-Sharing Plattform aus Bonn erobert Deutschlands Coworking-Markt

    0 shares
    Share 0 Tweet 0
  • RFH Köln informiert über Bachelor Wirtschaftsinformatik

    0 shares
    Share 0 Tweet 0
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Kontakt
© 2020 RuhrCampusOnline.de
Keine Suchergebnisse
Alle Suchergebnisse einsehen
  • Bochum
  • Bonn
  • Dortmund
  • Duisburg
  • Düsseldorf
  • Essen
  • Gelsenkirchen
  • Köln
  • Krefeld
  • Wuppertal

Cookie-Zustimmung verwalten
Wir verwenden Cookies, um unsere Website und unseren Service zu optimieren.
Funktional Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt. Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.
  • Optionen verwalten
  • Dienste verwalten
  • Verwalten von {vendor_count}-Lieferanten
  • Lese mehr über diese Zwecke
Einstellungen anzeigen
  • {title}
  • {title}
  • {title}